05.12.2018   
Weinbach 100.000 Euro für Starkregenschäden und Villmar?

Für Irritationen zur Entschädigung unter Villmarer Opfern der jüngsten Unwetterschäden sorgt ein aktueller Artikel des WT "100.000 Euro für Unwetterschäden", wonach es u.a. eine Schadenskommission beim Innenministerium gibt, die über die von den Kommunen gemeldeten Schäden urteilte, die von diesen gemeldet worden seien. Das Regierungspräsidium wickele das Ganze gerade ab. Weinbach könne sich freuen. Die Gelder kämen aus dem Landesausgleichsstock.
In Villmar hat gerade die SPD-Fraktion beantragt, dass Betroffenen von ihren Wasser- und Abwassergebühren ein Pauschalbetrag erlassen wird. Abgesehen davon haben die vielen Villmarer  Geschädigten, bei denen es im Einzelfall auch schon um Beträge wie 50.000 Euro geht,  bislang keine Informationen erhalten, über irgendwelche Ergebnisse auf Entschädigung oder, ob überhaupt etwas weiter passiert. Von unbürokratischer Hilfe könne keine Rede sein, hört man von Betroffenen und die Tatsache, dass Schäden unter 5000 überhaupt nicht berücksichtigt würden, verbittere vor dem Hintergrund der Tatsache, wo heutzutage Milliarden öffentlicher Gelder hinflössen, heißt es.


05.12.2018 Problemhang Aumenau

Geröll wird künftig nicht mehr auf der Leistenbachstrasse landen
Aber eine Regenautobahn wurde erschaffen


Die Arbeiten an der Münsterer Straße sind beendet worden. Der Landkreis Limburg / Weilburg hat durch betonierte, tiefe Gräben sichergestellt, dass durch künftige Starkregenereignisse in der Wasserscheide, wie sie in den letzten 7 Jahren 4x vorkamen, keine Schottersteine mehr zu Tal auf die Leistenbachstrasse gespült werden. Allerdings werden die künftigen Schlammfluten mit noch größerer Wucht die Leistenbach-Strasse, die Autofahrer, den Aumenauer Bahnhof und andere Menschen treffen. Das meinte auch eine Bürgerin aus Seelbach, die mit ihrem weißen Sprinter anhielt, als wir gestern den Bereich dokumentierten. Sie stand mit ihrem Auto in den Schlammfluten, die sich rasend schnell dort
zwischen Bahnhof und Bahnübergang gestaut hatten (Bild links). Auch ihr ist der Zusammenhang von Maisanbau mit der Entstehung von Schlammfluten links und rechts der Münsterer Strasse klar. Der Kreistag leugnet dies öffentlich. Aber nicht nur deshalb, weil Maisfelder solche Regenereignisse erwiesener Massen begünstigen, dürften die künftigen Schäden größer werden: Man hat doch tatsächlich oben 60iger Rohre abwärts in ein wesentlich kleineres Rohr zur Strassen- Unterquerung münden lassen (Bild rechts).

Maßnahme fast wirkungslos für Betroffene

Die Wasser-Aufnahme unten scheinen viel zu klein, um große Wassermengen aufzunehmen. Sie werden kaum wirken. Hinzu kommt, dass die vor etwa 100 Jahre gebauten großen Durchflüsse unterhalb der Bahnstrecke fast zubetoniert wurden. Die Schadenstendenz hatte sich bei den letzten 4 Ereignissen in diesem Bereich von Mal zu Mal gesteigert.
Bis auf die Geröllvermeidung wird sich die bisherige Maßnahme, mit Ausnahme des Schutzwalls für das Wiegehäuschen als wirkungslos erweisen.

"Gespräche sollen nach wie vor stattfinden." soweit der Bautenstandsbericht Villmar. Aber durch die rein politisch - ideologisch aufgeladenen Leugnung des Zusammenhangs zwischen Maisanbau in Wasserscheiden mit Starkregen und Schlammfluten, wird eine sinnvolle Lösung wohl erst nach dem 5. Starkregenereignis in dem Bereich ins Kalkül gezogen. Allerdings wird man sich bei möglichen Personenschäden dann kaum mehr auf guten Glauben berufen können, wenn Schuldige gesucht werden.


Wegen Starkregenschäden Aumenau
Schienenersatzverkehr vom 10.11. – 12.11.2018 zwischen Limburg und Weilburg
 08.11.2018
Wegen der Bauarbeiten zur Beseitigung der jünsten Unwetterschäden (wir berichteten) werden vom 10.11. – 12.11.2018 zwischen Limburg (Lahn) und Weilburg die Züge durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) und Taxen ersetzt. Die Schülerverkehre werden durch einen zweiten Bus verstärkt. Alle nicht in den Fahrplantabellen aufgeführten Züge verkehren zwischen Weilburg – Gießen – Fulda planmäßig nach Regelfahrplan. In den Bussen/Taxen ist keine Fahrradmitnahme möglich. Die Anwohner wurden von der Bahn über die Termine der Arbeiten mit Schreiben rechts informiert


05.11.2018

Stromkunden in Deutschland müssen mehr als doppelt so viel bezahlen wie ihre Nachbarn in Tschechien,  Polen, aber auch in Frankreich. Diese Politik der "Energiewende" ist unsozial und gefährdet den Industriestandort Deutschland. Inzwischen soll eine 4-köpfige deutsche  Familie 900 Euro mehr im Jahr für Strom zahlen, als in Frankreich. Doch was hat das mit der Kreisstraße zwischen Aumenau und Münster zu tun, wo gerade große Sanierungsarbeiten wegen des letzten Unwetters laufen?.  Dazu schreibt der Kreistagsabgeordnete Egon Maurer:

"Gegen Naturgesetze haben Lügen keine Chance

Es kommt so wie befürchtet: Der Landkreis schafft sich das Starkregenproblem seiner Kreisstrasse zwischen Aumenau und Münster vom Hals, indem er massive tiefe Gräben herstellt, die sicher im Gegensatz zu den letzten 4 mal in 7 Jahren halten werden. Ob es allerdings nur Regenwasser oder wieder Schlammfluten sein werden, die in der Wasserscheide zu Tal stürzen, scheint im egal zu sein. Nicht egal sein, dürfte das den Anliegern unten an der Leistenbachstrasse in Aumenau und auch nicht den Autofahrern.
Doch zurück zum Kreis Limburg/Weilburg. Dieser leugnet den Zusammenhang zwischen dem Maisanbau im Hanggebiet und der hierdurch hervorgerufen Erdeintrag in das Wasser, obwohl er augenscheinlich und durch aktuelle Untersuchungen der TU München auch nachgewiesen ist.
Der Grund ist klar: Die Vermaisung der Landschaft, ebenso von Landkreis bestritten, die jeder Villmarer, Weyer oder Münsterer links und rechts der Strassen in der ganze Region unschwer bei seinem täglichen Weg zur Arbeit begeleitet, ist Ergebnis dessen, was unter Energiewende ins Nichts segelt: Der Mais wird für Biogasanlagen gebraucht. Schlecht für den Boden, wegen der Erosion, schlecht für die Biodiversität, weil Monokultur. Die Bauern, die eigentlich für gesunde Nahrungsmittel für die Bevölkerung sorgen sollten, sind Spielball einer fragewürdigen Politik geworden. Und deshalb wird beim Thema Mais so offensichtlich die Unwahrheit gesagt.
Nun lassen sich Naturgesetze nicht durch Lügen ändern. 4 mal in 7 Jahren ein, mit steigender Schadens- Tendenz erfolgte. Starkregenereignisse dürfte an dieser Stelle vermutlich nicht das letzte Mal gewesen sein. Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Der Fruchtanbau nach dem Bundesbodenschutzgesetz muss sich nach den örtlichen Gegebenheiten richten. Der Kreis hat da kein Problem mit dem Mais. Er liegt in einer Linie mit der Realitätsverweigerung der großen Politik in Berlin. Ausbaden müssen das freilich nicht die, die entscheiden, sondern stets die Bürger vor Ort. In Aumenau wie auch in ganz Deutschland
."


 

Bleibt nachzutragen: Bei der Planung der Lösung für diesem Problembereich wurden die bisherigen Geschädigten nicht beteiligt. Ihre Erfahrungen über die Jahre und Meinung waren offensichtlich nicht gewünscht. Diese sehen, ihm Gegensatz zum Landkreis, sehr wohl die Zusammenhänge von Mais und Schlammfluten. Womöglich, weil man ihre Hinweise gar nicht aktenkundig haben will, dass die Schlammentwicklung in Zukunft genau so eintreten werde, die Wucht des Wassers womöglich noch größer, als bisher sein wird, wenn keine Rückhaltemöglichkeiten eingebaut werden würden.

Von wegen Soforthilfe:
Bürger empfinden Zynismus und Verachtung


Von Soforthilfe für die Opfer durch das Land sei absolut bis jetzt nichts zu spüren, ist zu hören. Anträge seien gestellt und Vermögensverhältnisse hätten offen gelegt würden müssen. Dies wird auch vor dem Hintergrund, dass plötzlich für andere Zwecke Milliarden in zweistelliger Höhe aus dem Hut gezaubert werden können, ganz unbürokratisch, vermutlich durchaus auch als Verachtung und Zumutung empfunden.  Auch die Tatsache, dass Schäden unter 5.000 Euro erst gar nicht bedient werden, scheint vor dem sonst zu beobachtenden Finanzgebaren,  scheint überhaupt nicht mehr akzeptabel. Offensichtlich seien die sicher 90-100 betroffenen Bürger dem Land Hessen alle ziemlich egal. Nichts sei bisher passiert, in Sachen "Soforthilfe.


Kreistag macht sich lächerlich
Mais: Kreistagsvorsitzender glaubt nicht, was er sieht
 
07.09.2018  09:30

Ursächlich für die angesprochene Schlammentwicklung und die Kraft der Sturzfluten wäre "nicht der Maisanbanbau, sondern die außergewöhnliche und lokal konzentrierte Stärke der einzelnen Niederschlagsereignisse", ist die Antwort auf die Anfrage des Kreistagsabgeordneten Egon Maurer (AfD) (siehe hier) auf den Problembereich in Aumenau über der Leistenbachstrasse, wo 4x in 7 Jahren in einer Hanglage mit Mais-Anbau durch Schlamm-Stutzfluten schwere Schäden verursacht wurden. Maurer hatte bei seiner Anfrage nicht nur die Zusammenhänge als Foto-Dokumentation beigefügt, sondern auch auf
wissenschaftlichen Studie der die TU München "Starkregen, Bodenerosion, Sturzfluten" hingewiesen, die u.a.zu dem gleichen Ergebnis kommt. Die aktuelle Studie wurde von der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem Deutsche Wetterdienst (DWD)  mitgetragen.  Auch, warum das Bundesbodenschutzgesetz denn nicht gelten soll, wonach die Bodenbearbeitung unter Berücksichtigung der Witterung, grundsätzlich standortangepasst zu erfolgen hat, wurde nicht erklärt. Mit den Denk-Gesetzen nicht mehr vereinbar: Der Kreis in seiner Antwort: "Der Begriff der „schädlichen Bodenveränderung“ gemäß § 4 BBodSchG bezieht sich nicht auf den Anbau von landwirtschaftlichen Kulturen, soweit diese im Rahmen einer guten fachlichen Praxis angebaut werden. In unserer Region ist auch der Maisanbau aufgeneigten Flächen als ordnungsgemäße Landwirtschaft zu betrachten." Mit diesem Befund attestiert sich der Kreis selbst, für jeden erkennbar,  Realitätsverweigerung, was Aumenau angeht.

Hier spielt die politische Musik

Frage Maurer: Teilt der Kreis die Auffassung, dass durch diese Vorgehensweise Anzeige wegen Verstoß gegen Bodenschutzgesetz und zivilrechtliche Klage vor dem spezifischen Hinter-grund der 4-fachen Wiederholung des Schadensereignisses in 7 Jahren an gleicher Stelle wegen des Aspektes Mais-Anbau und Energiewende ein bundesweites Grundsatzurteil erzeugt werden würde?

Antwort Kreis: Diese Auffassung kann nicht geteilt werden. Die Schäden sind nicht explizit auf den Maisanbau zurückzuführen.

Das Abwehren der Realität, weil sie politisch nicht in den Kram passt, - Maisanbau wegen der "Energie-Wende" und Angst vor der Landwirtschaftslobby, - obwohl das Bundesbodenschutzgesetz etwas anderes sagt, geht konform mit dem Zeitgeist der aktuellen Politik. Nur: Die Natur lässt sich nicht durch Abstimmung regeln. Natur-Gesetze gelten immer, - auch die, des eigenen Verstandes. Man darf darauf gespannt sein, ob die Presse, welche die Anfrage auch vorliegen hat, die ganze Angelegenheit tatsächlich unkommentiert weitergibt.


05.09.2018 Unwetter-Problemlage-Aumenau
Erste Präventionsmaßnahmen schützen Hang
Nun würde aber der Bahnhof Aumenau mit noch größerer Wucht getroffen



Bilder von gestern

4 mal in 7 Jahren traf es die Leistenbachstraße: Schlammfluten und Geröllmassen, die durch Starkregen, Hanglage und Maisanbau entstehen, mit von Jahr zu Jahr steigender Tendenz. Nun scheinen der Hang und die beiden Häuser direkt am Hang sicher: Der kleine Hangrutsch ist saniert, Bild Mitte, und ein verlängerter, tiefer Graben leitet mögliche Fluten Richtung Münsterer Straße. Vorgelagert noch eine Furche von etwa 50 cm Tiefe, welche das Wasser der Kartoffelfurchen, die direkt auf den Hang zulaufen, zunächst ableiten soll (Bild links). Allerdings würde dieses Wasser unmittelbar den Bereich in Richtung Wieghäuschen nehmen, um dann fast senkrecht gegenüber dem Aumenauer Bahnhof, Austrittstelle, Bild rechts, als Schlamm-Wasserfall mit Geröll zu enden.
"Abfluss wird geregelt mit einer Lösung vom Kreis", ist die neueste Meldung aus dem Rathaus. Darauf darf man gespannt sein. Auch, wie der Abfluss des Gesamtgebietes geregelt werden soll und ob das Thema "Mais" wieder versucht wird, unter den Teppich zu kehren.
Nach dem 3. Starkregenereignis (
27. Juni 2016) hatte Klaus Ahlborn (Video links) den Vorschlag gemacht,  Regenrückhaltebecken anzulegen. Hier zeigt er erneut die möglichen Stellen auf. Linke und AfD haben im Kreistag Anfragen zu dem Thema eingebracht.




04.09.2018 10:00

Vier mal in 7 Jahren an der gleichen Stelle!

Kreistagsabgeordneter Egon Maurer stellt Anfrage zu "Mais und Starkregenschäden".

Auch wenn dies ein heißes Eisen vor dem Hintergrund der Energiewende sei, so müsse sich der Landkreis Limburg-Weilburg den Tatsachen "Mais als Hauptmitverursacher von Schlammfluten in Hanglagen bei Starkregen" stellen. Wenn in Aumenau, innerhalb von 7 Jahren, an gleicher Stelle, die Natur dem Menschen so ihre Rechnung präsentiere, sei dies einmalig und es wäre unverantwortlich, die Augen davor zu verschließen, so Kreistagsabgeordneter Egon Maurer (AfD). Dies nicht nur, weil dem Kreis hierdurch regelmäßig beachtliche Schäden an der Kreisstraße zwischen Münster und Aumenau entstehen, sondern auch wegen der allgemeinen Gefahrenabwehr. In seiner Anfrage an den Kreistag weist Kreistagsabgeordneter Egon Mauer darauf hin, dass der "Augenschein, aber auch eine aktuelle wissenschaftliche Studie, der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und der TU München, den Mais-Anbau als gefährlich in dieser Kombination nachweisen.
Dabei hätten Bauern, ganz klar nach dem Bundesbodenschutzgesetz die Pflicht, dass die Bodenbearbeitung unter Berücksichtigung der Witterung, grundsätzlich standortangepasst zu erfolgen habe. Zudem hätten sie gesetzlich auch für Maßnahmen zur Abwehr der von ihrem Grundstück drohenden, schädlichen Bodenveränderungen, zu sorgen. Für Starkregen könne zwar niemand etwas. Allerdings Mais in Steilhängen verwandele diese eben zu der gefährlichen Kombination, dessen Ergebnis man in Aumenau, in 7 Jahren dann 4 mal, an gleicher Stelle, mit steigender Gefährlichkeit zur Kenntnis habe nehmen müssen. Beim letzten Mal hätten durch Geröll auf der Straße und sogar Verschüttung der Bahngleise auch leicht Menschen zu Schaden kommen können. Warum habe die zuständige Stelle beim Kreis Limburg-Weilburg, in 7 Jahren, bei 4 Schadensfällen durch Starkregen, es nicht fertiggebracht, eine Anzeige bei der für die Ausführung des Landesbodenschutzgesetzes zuständigen Stelle, dem RP Gießen, wegen ihrer besonderen Bedeutung zu machen? Diese könne immerhin Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängen, um den Bewirtschafter zu rechtskonformen Verhalten zu bringen, um dadurch die Schäden für die Kreisstraße zu minimieren, so der Kreistagsabgeordnete. Wenn schon schuldhaftes Verhalten nach dem Bodenschutzgesetz vorliegen sollte, stelle sich auch die Frage, warum der Kreis nicht zivilrechtlich die Kosten der Sanierung der Kreisstraße gegenüber dem Grundstückstückeigentümer einklagen


25.08.2018 Unwetter- Problembereich Aumenau


Villmar geht den dritten Weg des Konfuzius

Während der alte Graben neu gerichtet ist, hat sich übrigen Problem- Bereich nichts wirklich getan. Regenrückhaltebecken und angemessene Bewirtschaftung ohne Mais etc., noch kein Thema. Allerdings will sich der Bau- und Umweltausschuss speziell mit der Thematik vor Ort befassen. Finale Lösung nicht in Sicht. Auch kein Auftrag für den Entwurf einer Satzung nach dem Wassergesetz im Rahmen der Gefahrenabwehr, Eingriffsverwaltung. Keine Priorität. Aber Villmar bekommt demnächst einen schönen Image-Film. Ist ja auch was.
„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“ meint Konfuzius.
Vom Landkreis ist ein Büro beauftragt worden eine Expertise aufzustellen, welche Möglichkeiten der Entwässerung es für die Landstrasse gibt. "Ein großes Treffen, bei dem diese Expertise mit sämtlichen Institutionen dann besprochen werden kann, ist geplant."


Viele glauben nicht mehr das, was sie sehen, sondern das, was sie gesagt bekommen. Die allgemeine politische Idiotie  durchzieht wie Mehltau das Land. Der einzige Vorteil davon ist, dass  jeder, der noch selbständig denken kann, dies erkennt. Dekadenz ist durch sich auflösende Vernunft gezeichnet. Am 28. Oktober entscheiden Sie über mehr als nur eine Wahl. Dieses Land steht am Abgrund.


24.08.2018 Aus der gestrigen Gemeindevertretersitzung

45 Tage nach dem Unwetterereignis Aumenau
Bürgermeister wusste nichts von immer noch verstopften Kanälen,
VN-Leser wissen mehr. Am 21.08.2018 dokumentierten wir die völlig verstopften Kanaleinläufe im Bereich „Grüne Stücker“. Unser Bürgermeister erfuhr erst gestern davon und versprach sofortige Abhilfe.

Behr wollte Anfrage zu Unwetter Aumenau unterdrücken

Nachdem Bürgermeister Rubröder aus dem Gemeindevorstand und über Bauprojekte berichtet hatte, kam es zu einem Eklat. Gemeindevertreter Andreas Städtgen meldete sich und teilte dem Vorsitzenden und Bürgermeister ein Papier zur Problemlage am Steilhang Leistenbachstraße, Aumenau aus. Das nahm der Vorsitzenden zum Anlass zu versuchen, zu unterbinden: "Sie rauben hier die Zeit der Gemeindevertreter", wobei Städtgen dies als eine "Frechheit" qualifizierte, er frage zu einem Problem, was im übrigen auch alle Ortsteile berühre.

Gefahrenbereich Steilhang Aumenau: für Bürgermeister keine Priorität

Unter der Einschränkung, dass er kein Jurist sei, so Städtgen, fragte dieser, warum der Bürgermeister "nicht unverzüglich die nötigen Maßnahmen zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger vorgenommen hat um mögliche Schäden in der Zukunft abzuwenden? Es galt und gilt Gefahr in Verzug!" so der Gemeindevertreter und zählte Entlastungsgräben, Kanalreinigung beispielhaft auf. Warum seien die Betroffenen mit Schäden in Aumenau, Seelbach und Villmar nicht gefragt worden, "wo denn die Ursachen für deren Schäden liegen? Kennt man die Ursachen? Welche Rolle spielen Planungsfehler bei der Entwässerung (K 468, Weyandstraße, Neubaugebiet Aumenau), oder die Landwirtschaft, hier z.B. der Maisanbau?" so Städtgen. Man könne von Glück sagen, dass bisher keine Personenschäden entstanden seien.
Mattias Rubröder als Bürgermeister komme eine Garantenstellung für die Gefahrenabwehr zu. Im Schadensfall könne sogar eine mögliche persönliche Haftung eintreten, nämlich dann, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegen würde. Nach seiner Auffassung habe der Marktflecken hier eine unmittelbare Zuständigkeit und Verantwortung, weil im Hessischen Wassergesetz ausdrücklich der Gemeinde in § 37 die Möglichkeit gegeben werde, durch Satzung zu regeln, dass im Gemeindegebiet Anlagen vorgeschrieben werden, um die Überschwemmungsgefahren zu vermeiden. Das Ganze, so Städtgen unter der Einschränkung, dass er kein Jurist sei, aber es ergebe sich für Matthias Rubröder die ganz konkrete Pflicht, "vor dem Hintergrund der wiederkehrenden Ereignisse an gleicher Stelle, handeln zu müssen! Und zwar angemessen. Das heißt wenn übermorgen ein Unwetter Personenschaden mit Todesfolge an gleicher Stelle erzeugen würde, hätten Sie ganz persönlich, als Bürgermeister ein Problem. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.", so der Gemeindevertreter.
Darauf antwortete Bürgermeister Rubröder unter Verweis der jüngst veröffentlichten Aufstellung der Gemeinde, was man schon alles getan habe. Er würde auch alles gerne sofort erledigt haben. Aber der Bauhof sei überlastet, der Feldwegunterhaltungsdienst auch nicht kurzfristig zu engagieren. Baufirmen hätten auch volle Auftragsbücher. Womit der Bürgermeister, der die Prioritäten des Villmarer Bauhofs bestimmt, sich ganz klar festgelegt hat: Der Gefahrenbereich Steilhang Aumenau hat für Bürgermeister Rubröder keine Priorität. Und das vor dem Hintergrund der Ausführungen Städtgens.


23.08.2018 Heute Gemeindevertretersitzung
Problemhang Aumenau nicht auf der Tagesordnung!
Bürgermeister mit anderer Rechtsauffassung oder ziemlich cool

Irgendwie schon merkwürdig: Da geht die Welt ein wenig unter beim Aumenauer Bahnhof. In 7 Jahren jetzt schon das 4. Mal mit steigender Gefahrentendenz. Die Gemeinde hätte durch das Wassergesetz per Satzung (!) ausdrücklich die Möglichkeit gegen Überschwemmungen vorzugehen, aber das Thema ist es scheinbar nicht Wert, heute 19:30 Uhr im großen Saal der König-Konrad-Halle, auf die Tagesordnung zu kommen. Nochmal: Die Kommunen, nicht der Kreis oder das Land sind im Gesetz genannt, was ja auch vernünftig ist. Nur, weiß man das einfach nicht, oder liegen wir hier total falsch?
Seit einpaar Tagen ist der alte Graben über dem Unglückssteilhang an der Leistenbachstraße, noch unter Hermann Hepp (wir berichtete) angelegt, sauber gemacht worden und Bürgermeister Matthias Rubröder hat sich dazu gerade öffentlich geäußert. Der Bauhof sei überlastet und der Feldwegeunterhaltungsdienst sei auch nicht schneller heranzuziehen gewesen, Bauunternehmer hatten auch ihre Auftragsbücher voll. Man stehe aber mit Kreis und Land in Verbindung. Der kleine Hangrutsch (wir berichteten) sei aufgefüllt und würde demnächst mit Koksmatten fixiert. Von einem weiteren Entlastungsgraben am dieser Stelle (dort ist noch keiner) spricht er nicht, auch nicht vom heißen Thema „Mais“, als Autobahn für Starkregen und Schlammfluten, sowie Erosionsproduzent an dieser Wasserscheide kein Wort. Er wird seine Gründe haben. Wissen tut er es.
Das alles brauche Zeit, so Rubröder und es handele sich um Privatgrundstücke, was insunieren soll, dass der Gemeinde die Hände gebunden wären, für Sofortmaßnahmen. Aber stimmt das wirklich?
Bei Gefahr im Verzug, vor allem, wenn Personenschäden drohen, sieht das Ganze womöglich nicht mehr so einfach aus. Und vor dem Hintergrund, der 4-maligen Wiederholung an gleicher Stelle muss Matthias Rubröder scheinbar eine andere Rechtsauffassung haben oder ziemlich cool sein.

  • Der Zusammenhang von Maisanbau und Schlamm-Fluten ist augenscheinlich und für Menschen, die ihren Augen nicht trauen, in einer wissenschaftlichen Studie der die TU München "Starkregen, Bodenerosion, Sturzfluten"  nachgewiesen (Verantwortung Grundstückseigentümer).

  • Fehlende Maßnahmen nach dem Wassergesetz (z.B. Entlastungsgräben und/oder Rückhaltebecken) in Verantwortung des Marktfleckens; Beim nächsten, 5. Mal, wäre das also schon vorher (!) glasklar gewesen.

Heute geht es u.a. weiter um Kindergartengebühren, und die Rad- und Gehwegbrücke zwischen Arfurt und Villmar.


 
21.08.2018 
 Gemeinde in Kritik
45 Tage nach dem letzten Unwetterereignis: Abläufe immer noch zu!

Die Unwetter-Geschädigten aus Aumenau sind fassungslos:

"Die Gründe dafür, warum in Aumenau die Nerven blank liegen, sind in den heute entstandenen Bildern deutlich zu sehen. Die Bilder zeigen Kanaleinläufe im Bereich „Grüne Stücker“! Heute ist der 20. August! 45 Tage nach dem letzten Unwetterereignis bei dem zahlreiche Schäden entstanden sind. Der große Einlass ist genauso zu, wie der kleine Straßeneinlauf. Man nimmt die Gefährdung der Anlieger in Kauf. Die Untätigkeit und Ignoranz unseres Bürgermeisters ist beschämend.
Sollte der Bauhof aktuell nicht in der Lage sein, hier unverzüglich tätig zu werden, so kann man uns Aumenauer Bürger gerne informieren. Den Kanal machen wir dann selbst frei!
Wenn Gefahrenabwehr es nicht verdient „Chefsache“ zu sein, was dann?"


18.08.2018 12:00
Kokosmatten  am Problemhang Aumenau

Ändern gar nichts am Problem!
Video: 05.07.2018

Gegen den kleinen Hangrutsch wurde, mit fragwürdigem Material, das wie zu hören war, - angeblich auch aus Abraum der durch das Unwetter verschütteten Bahnstrecke stammen soll, eine Aufschüttung gemacht, die nun mit Kokosmatten, wie beim Zirkel-Hang belegt, und dann bepflanzt werden soll. Damit hat man zwar den kleinen Hangrutsch (Bild liks) fixiert, aber am eigentlichen Problem, der Gefahr von Stutzbächen aus der Wasserscheide, potenziert durch Maisanbau und Kartoffelfurchen, ist absolut nichts gemacht: Es wären mindestens Entlastungsgräben, wie der ehemalige Villmarer Bauamtsleiter, Diplom-Bauingenieur Stephan Funk, der 2008 beim ersten Starkregenereignis in Aumenau, sofort einen Entlastungsgraben ziehen ließ, gegenüber den VN auf Nachfrage formulierte, notwendig. Spätestens der nächst Starkregen wird das zeigen


17.08.2018 14:30
Problemhang Aumenau
Kosmetik
beim Hangrutsch?

Bild links, von heute

Nicht von der Gemeinde sei diese Aufschüttung beim Hangrutsch über der Leistenbachstrasse Aumenau eingebracht worden, heißt es. Wie auch immer :

Unwettergeschädigte Anlieger sind erstaunt über das Material, das hier abgeladen wurde. Praktisch komme dies einer illegalen Entsorgung in der Landschaft gleich, so die Auffassung, das Material habe eine entsprechende Zusammensetzung. Wie auch immer: Eine Problemlösung oder gar Prävention gegen Starkregen, ist man sich sicher, wäre das nicht.

Die Anwohner der Leistenbachstrasse haben nach wie vor Angst vor dem nächste Starkregenereignis, wie es in den letzten 7 Jahren schon 4 mal an gleicher Stelle, mit erheblichen Schäden und steigender Tendenz, vorkam. Sie fühlen sich vom Marktflecken alleine gelassen und verstehen nicht, warum hier nicht mindestens Entlastungsgräben schon längst gezogen wurden. Warum dies seitens der Gemeinde bislang nicht geschehen ist, sei auch auf Anfrage angeblich nicht mitgeteilt worden, heißt es


15.08.2018  "Hier bei uns in Aumenau liegen die Nerven blank!"

Andreas Städtgen, ein Hauptbetroffener der 4 Unwetter in den letzten 7 Jahren an gleicher Stelle, hat sich persönlich zu Wort gemeldet und an die Öffentlichkeit gewandt. In seinem Schreiben, das auch der heimischen Presse zuging, schreibt Städtgen:

"Die Tatsache, dass der Bürgermeister die volle Verantwortung für die Untätigkeit im Bereich der in Aumenau lokalisierten Gefahrenstellen hat, ist eindeutig.
Hier bei uns in Aumenau liegen die Nerven blank!
Es kann doch nicht angehen, dass fast 6 Wochen nach dem letzten, gefährlichen Szenario am 5. Juli 2018, die Gefahrenstellen noch immer nicht vor Ort bearbeitet wurden.
Hier sind insbesondere die Entlastungsgräben oberhalb der Leistenbachstrasse, aber auch entlang des Neubaugebietes Unterm Stein und angrenzend, gemeint. (Auch hinter Anwesen Familie Sehl). Hier könnte mit dem Bagger schnell Abhilfe geschaffen, und die möglichen Folgen von Starkregen für die Anwohner spürbar reduziert werden.
Die Abbruchkante oberhalb der Häuser Leistenbachstrasse 2 und 4 hat gewaltiges Gefahrenpotential. Sollte hier etwas passieren, so steht der Bürgermeister gewaltig im Zentrum der dann berechtigten Kritik. Die haftungsrechtliche Frage mal außen vor.
Das Gleiche gilt für Steinschläge im Bereich des alten Wiegehäuschens, hinab auf die Landesstrasse L 3063. Hier konnten wir von Glück sprechen, dass am 5. Juli Menschen nicht durch abgespülte Steine verletzt, oder gar erschlagen wurden.
Die Dreckhaufen liegen noch immer entlang der Strasse nach Villmar und auf dem Parkplatz neben dem Bahnhofsschuppen, dessen Unterhaltung und Pflege bei der Gemeinde Villmar liegt.
Von den lagernden Geröllhaufen gelangen bei jedem Regen Abspülungen in den Kanal und werden zu einem Abflusshindernis in der Kanalanlage und damit auch eine gute Grundlage dafür, dass das Wasser und Schlamm wieder in meinen Bahnhof läuft, trotz getroffener Vorsorge.
Mein persönlicher Einsatz beginnt zu stören. Mein Einsatz geht genau denjenigen auf den Geist, die die Belange der Bürger nicht mehr wahrnehmen! Ich habe ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl. Dies zur Grundlage erwarte ich auch, dass Menschen ordentlich und mit Verständnis behandelt werden.  Ich möchte 3 Beispiele geben.

Die Situation im Bereich Bahnhof tangiert mich und meine Frau. Bei den bisherigen Ereignissen, bleiben wir auf Schäden von mehreren 10 Tsd Euro sitzen. Insbesondere von Seiten des Kreises wurden Maßnahmen ins Auge gefasst (schon 2012), die nie umgesetzt wurden, z. B. Optimierung der Entwässerung der K468 nach Münster. Passiert ist nichts, außer dass ich nun deutlich mehr Dreck im Keller und auf dem Grundstück liegen hatte, als jemals zuvor. Auch auf diesen Kosten werde ich alleine sitzen bleiben. Hier nutzt auch die bestehende Versicherung nur in einem kleinen Bruchteil. Ein Monat Ausfall im der stärksten Touristenauslastung noch unberücksichtigt.
Das addierte Schadensvolumen kann ich aktuell auf deutlich mehr als 50.000 Euro beziffern. Hilfe bisher „NULL“!Im Gegenteil! Ich machte auf die Notwendigkeit der Kanalspülung aufmerksam und unterstrich die dringende Notwendigkeit per Mail. Es ist nichts Spürbares passiert, denn  am 28. Juli 2018, waren die Abläufe wieder, oder noch zu! Die Dokumentation wurde von Seiten der Feuerwehr gemacht. Das gleiche auch am 8. August 2018.
Wir, die Betroffenen in Aumenau, aber auch in Seelbach, haben den Eindruck, wenn man die braune Brühe nicht selbst mal im Keller hatte, kann man die betroffenen Menschen nicht verstehen.

In einem Augenblick, wo alle Geschädigten noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, spricht man von „unbürokratischer Soforthilfe“!
Hört sich erstmal gut an. Schaut man dann genauer hin, so ist das Ganze von „Unbürokratisch“ genauso weit entfernt, wie von „Sofort“! Schon die Tatsache, dass nur Geschädigte ab einer Schadenssumme in Höhe von mindestens 5000 Euro Aussicht auf eine Unterstützung erhalten können, ist nicht akzeptabel. Die alleinige Beurteilung eines Schadens an der Höhe festzumachen ist gleichfalls nicht akzeptabel.

„Soforthilfe“! - Wie will eine Kommission 6 Wochen nach dem Ereignis, eine Beurteilung zur Schadenshöhe vornehmen? Klar, steht ja alles im mehrseitigen Antrag!
Gerade Menschen mit niedrigem Einkommen, hohem Alter, Krankheit oder Ähnlichem sind bereits mit der Reinigung nach Wasser- und Schlammeintrag in den Keller, über Gebühr strapaziert. Der Schaden von nur wenigen Hundert Euro ist für sie viel schlimmer, als für einen Wohlhabenden der Verlust von 5000 Euro.
Fakt ist: Das Soforthilfeprogramm nimmt auf „kleine Leute“ keine Rücksicht. Warum auch, wer hat es denn gemacht? Unsere Regierung kennt die Bedürfnisse der Menschen nicht mehr!
Hier in Aumenau haben wir eine tragende Säule der dörflichen Kultur verloren! Das Hotel Lahnbrücke musste Unwetterbedingt schließen! Ein herber Verlust für Aumenau, aber auch für die Gemeinde Villmar, die eines ihrer größten Hotels verloren hat. Unbemerkt und wortlos, das macht hilflos!

Hier ist ein echter Bürgermeister von Villmar, nicht ein Ausführungsgehilfe der Landes-, bzw. Bundespolitik gefragt!

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Städtgen
 


12.08.2018 14:15 Unwetter-Hang

Ehemaliger Villmarer Bauamtsleiter Stephan Funk:
"Unbegreiflich, weshalb nicht schon längst gehandelt wurde"


Wir sprachen mit dem ehemaligen Bauamtsleiter von Villmar, Diplom-Bauingenieur Stephan Funk, der 2008 beim ersten Starkregenereignis in Aumenau, sofort einen Entlastungsgraben ziehen ließ, der später unter der Lenzadministration zuwucherte. Er kann nicht verstehen, dass in Villmar nicht gehandelt wird: "Da unten wohnen Menschen, direkt am Hang, die haben Angst." Weshalb man nicht sofort als erste Maßnahme schon längst Gräben als Entlastung gezogen habe, sei ihm unbegreiflich. Ebenso, dass der Zusammenhang von Maisanbau in dem Gelände nicht als Ursache für die Schlammfluten gesehen werde. Mit Funk, der mit 55 Jahren gekündigt hatte und in die Privatwirtschaft wechselte, hatte Villmar 2008 einen seiner besten Köpfe verloren. Stephan Funk hatte in der Villmarer Bevölkerung ein hohes Ansehen. Der Job hatte ihm deshalb Freude gemacht: "Viel Dankbarkeit habe ich erfahren", so Stephan Funk gegenüber den VN.
Trotzdem habe er den Wechsel nicht bereut, Funk zurückschauend, es gehe ihm gut. Die VN lese er nach wie vor.




10.08.2018 11:00
Die allgemeine Idiotie der Politik, selbst beim Unwetter

Schon 2015 kritisierte ein britischer Politologe: "Die Deutschen haben ihr Gehirn verloren". Vor Gericht gilt der "Augenschein", also wenn jeder normal denkende Mensch mit seinen Augen einen Sachzusammenhang erkennt, als Beweismittel schlechthin. Das scheint in diesem Lande generell nicht mehr zu gelten.
Der Zusammenhang von Maisanbau und Schlamm-Fluten ist augenscheinlich und für Menschen, die ihren Augen nicht trauen, in einer wissenschaftlichen Studie der
die TU München "Starkregen, Bodenerosion, Sturzfluten"  nachgewiesen. Kein Grund heute, für den Qualitätsjournalismus der heimischen Presse, die Kreis- Verantwortlichen danach zu fragen. Kein Grund für die Verantwortlichen, diese offenkundige Tatsache in ihren Stellungnahmen anzuerkennen. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich einen Arbeitskreis, ihre Antwort.
Die allgemeine politische Idiotie  durchzieht wie Mehltau das Land.
Der einzige Vorteil davon ist, dass  jeder, der noch selbständig denken kann, dies erkennt. Dekadenz ist durch sich auflösende Vernunft gezeichnet. Am 28. Oktober entscheiden Sie über mehr als nur eine Wahl. Dieses Land steht am Abgrund.


09.11.2018  17:00   Problemhang 
Kanäle immer noch nicht ordentlich durchgängig

Die Leistenbachstraße in Aumenau, war zwar heute bei Regen problemlos passierbar, aber die Kanäle immer noch nicht ordentlich durchgängig. Bei wirklichem Starkregen steht das Wasser wieder auf der Strasse, selbst wenn der Hang ruhig  bleiben sollte. Seit nun über einen Monat bekommt HessenMobil es nicht gebacken, eine ordentliche Entwässerung für normalen Regen hinzubekommen. Als "Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement" noch "Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen" war, lief vieles besser.


09.08.2018 09:00
ZDF interessiert sich für Unwetter Aumenau

Das ZDF, genauer Terra Xpress, hat seine Fühler Richtung Aumenau ausgestreckt und interessiert sich für das Unwetter am 05.07. Das Format bringt Dokumentationen mit Unterhaltungswert, bei denen u. a. Szenen an Original-Schauplätzen mit Zeitzeugen nachgespielt werden. Allerdings politisch korrekt, wie uns ein Leser berichtete, der als Akteur bei einer Sendung dieser Art selbst mitgespielt hatte: "Es ging damals um Naturschutz. Wir haben x- Einstellungen mit dem Bürgermeister von Dornburg und anderen wiederholt. Der von einem Bauer weggemachte Vorfluter wurde zwar in aller Breite anschließen gezeigt, aber der eigentliche Skandal, die untergeackerten Feldwege, kamen praktisch nicht mehr vor. Nochmal würde ich meine Zeit dafür nicht mehr opfern", so der enttäuschte Naturschützer. Man darf also gespannt sein, wenn hier eine Sendung produziert werden sollte, ob und wenn ja, wie das Thema "Mais"  und die bisherige Rolle der Verantwortlichen behandelt wird.








 


09.08.2018 
heute Nachmittag Unwettergefahr
Bild VN: Aumenauer Hang


Försterin mehr als besorgt über Hangsituation Aumenau

Heute ziehen in Villmar Schauer durch. Nachmittags besteht Unwettergefahr durch starke Gewitter, so die Wettervorhersage für Villmar. Gestern hat die für Villmar zuständige Försterin sich mit Unwettergeschädigten vor Ort im Steilhang Aumenau gegenüber dem Bahnhof ein Bild gemacht. Sie sei, so wird berichtet, mehr als besorgt gewesen wegen der Situation im Hang, bei der aufgrund von Bodenrissen und Geröll, beim nächsten Unwetter die darunter liegende Leistenbachstraße mit Verkehr und Einwohner betroffen werden könne. Sie will, von sich aus, auch umgehend Hessenmobil über diese Gefahr unterrichten, wird berichtet.
Ein Lage-Bild, das Entscheidung not-wendig zu machen scheint.


09.08.2018 Politisch korrekt:
Maisanbau praktisch keine Thema für das WT
Regnet es eigentlich Salmonellen in Aumenau?


Unter dem Titel: "Salmonellen lauern im Schlamm" landete das WT gerade einen Bericht über den Problem-Hang beim Aumenauer Bahnhof. Dort hat das Blatt gestern mit den Unwettergeschädigten einen Ortstermin wahrgenommen, bei dem ein neuer Aspekt: fäkale Verunreinigungen und auch Salmonellen im abgespülten Schlamm, durch die Betroffenen per Fachgutachten (!) ermittelt, wiedergegeben wurde. Regnet es eigentlich Salmonellen dort? Wo kommt dieser neue Problemaspekt eigentlich her? Wäre das nicht eine Frage, die jedes Qualitätsblatt sofort stellen müsste? Wie auch immer: Damit erhält das Geschehen eine völlig neue Dimension, mit Folgen.


Bild: Erosion, durch Maisanbau vom 05.07.2018 direkt an der Straße nach Münster, sollte jeden klar denkenden Menschen überzeugen. Nicht nur Autobahn für Starkregen. Auch unverantwortliche Vernichtung von wertvollem Boden.

Die eine große Lücke in diesem Bericht ist allerdings, dass ein Hauptverursacher nur verschämt, minimal eingebaut wurde: Der Maisanbau, der die Regenautobahn liefert und das Schlammaufkommen erst richtig möglich macht. Diese Dimension geht in dem Bericht praktisch unter. Sie ist politisch heikel. In dieses Muster fällt auch die unpräzise Darstellung "seit 2012 schon mehrfach über die Leistenbachstraße hereingebrochen". Sollte dem Blatt tatsächlich die Schilderung der Anwohner entgangen sein, dass nicht "mehrmals", sondern 4x in den letzten 7 Jahren nun, und was wichtig ist, mit steigender Schadenstendenz und Gefährlichkeit, sich dieses Unglück abspielte?
Die andere Lücke ist das völlige Fehlen der Benennung der verantwortlichen Instanzen, Grundstückseigentümer, Marktflecken Villmar, Landkreis und Land Hessen, welche die Anwohner nicht nur sehr gut kennen, sondern auch thematisiert haben. VN-Leser kennen sie
Die Natur richtet sich allerdings nicht nach politisch korrekten Darstellungen. Der nächste Starkregen wird es vermutlich zeigen.


  08.08.2018  08:30
Die Nerven liegen blank, Marktflecken soll handeln
Die Erde hat sich bewegt, am Aumenauer Hang


Die Anlieger der Leistenbachstrasse in Aumenau sind alarmiert: Der Hangrutsch, ausgelöst vom letzten Unwetter, ist weiter in Bewegung. Was die Betroffenen nicht verstehen können ist, dass unbeschadet einer finalen Lösung, nicht wie damals, noch von Bauamtsleiter Funk zur Tat geschritten wird: Der hatte konsequent "über Nacht", wie man sich erinnerte, einen Graben gezogen, der danach zwar zugewuchert war, aber dessen Funktion offensichtlich richtig angedacht gewesen war: Über diesen Graben, der mangels Pflege natürlich seine Funktion nur gering wahrnehmen konnte, ergossen sich die Fluten auf einer Breite von etwa 40 Meter in den Steilhang oberhalb der Häuser der Leistenbachstrasse.
Warum hier nicht schon längst dieser Graben vertieft ist, nach den neuen Erkenntnissen, und erweitert wird Richtung Aumenau, verstehen die Anwohner nicht. Zuviel ist schon passiert. Gerade vor den Hintergrund der aktuellen Wettervorhersagen ist man in Sorge. Bürgermeister Matthias Rubröder, heißt es, sei über die neue Lage informiert: "Von dieser Stelle geht Gefahr aus und es muss unverzüglich gehandelt werden, um nicht Menschen in Gefahr zu bringen", so die Einschätzung des Vertreters der Anlieger der Leistenbachstrasse 1, 2 und 4 und Wiegehaus. "Werden Sie aktiv, bevor Menschen zu Schaden kommen." so die Sorge.

Aktuelle Starkregengefahr überschattet Planungen
Heute Nacht:  Hunderte Unwetter-Einsätze der Feuerwehren Schulausfälle, überschwemmte Straßen, volle Keller  in Nordhessen zeigen die Dringlichkeit für den ungeschützten Aumenauer Steilhang. Dem Ortstermin heute Mittag, sollte deshalb  umgehen Präventionsmaßnahmen erfolgen


07.08.2018 update 10:15

Herausforderung für
Matthias Rubröder

Wasser- u. Bundesbodenschutzgesetz
bieten Handlungsmöglichkeit

 

Matthias Rubröder ist seit dem 01.07.2018 im Amt und sieht sich mit einer echten Herausforderung konfrontiert: Der 5. Juli war das 4. Starkregenereignis an gleicher Stelle in Aumenau innerhalb der letzten 7 Jahre, das nun eine  umgehende, nachhaltige Lösung verlangt. Rubröder hat persönlich die bislang unprofessionelle Behandlung des Problems nicht zu verantworten, steht aber nun unter Druck: Zu viele Schäden in kurzer Zeit mit steigender Tendenz und Gefährlichkeit im Bereich Leistenbachstraße, Bahnhof Aumenau. Neben Sach-Schäden, nun auch die künftige Gefahr von Personenschäden. Die Zusammenhänge zwischen

  • örtlichen Gegebenheiten durch die Wasserscheide,

  • Maisanbau und Kartoffelfelder mit Furchen hangabwärts, beides Wasserautobahnen,

  • mangelhaft, ja schädliche Maßnahmen durch den Kreis für die Straße nach Münster und

  • vernachlässigte Behandlung des Problembereichs durch seinen Vorgänger, der einen Schutzgraben, noch unter Hermann Hepp eingerichtet, zuwachsen ließ,

kennzeichnen die Situation, für die er persönlich nichts kann. Hinzu kommen womöglich sogar Schadenersatzforderungen durch die Geschädigten.

Rubröder muss eine Lösung finden, nicht für die Kreis- und Landesstraße, - sondern die Grundstücke der Gemeinde Villmar. Denn das Hessische Wassergesetz hat den Kommunen ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt "Die Gemeinden können durch Satzung regeln, dass im Gemeindegebiet oder in Teilen davon Anlagen zum Sammeln oder Verwenden von Niederschlagswasser (..) um Überschwemmungsgefahren zu vermeiden". Damit ist und war der Marktflecken in der Pflicht, den Bereich zu entschärfen und notfalls auch gegen Grundstückseigentümer durchzusetzen. Das werden vermutlich Regenrückhalteanlagen und oder Entlastungsgräben sein.  Hinzu kommt vermutlich ein neuer Düker für die Leistenbachstraße, aus Sicherheitsgründen. Diese Maßnahmen lassen sich vor dem Hintergrund der Ereignisse auch gegen den Widerstand von Grundstückeigentümern durchsetzen. Welches Gericht würde da anders urteilen?


Bild: Erosion, durch Maisanbau vom 05.07.2018 direkt an der Strasse nach Münster, sollte jeden klar denkenden Menschen überzeugen. Nicht nur Autobahn für Starkregen. Auch unverantwortliche Vernichtung von wertvollen Boden.

Anders sieht es mit dem Maisanbau aus. Grasuntersaaten bei Mais würden das Problem verkleinern, aber es fallen neben den Saatgutkosten zusätzliche Arbeitsmaßnahmen für die Einsaat an. Das will man nicht, sonst wäre es schon längst gemacht worden. So gibt es zwar die erkennbare Notwendigkeit, Mais in Wasserscheiden, wie im vorliegenden Fall zu verbieten, aber keine spezielle Rechtsgrundlage, wird allgemein vorgeschützt. Und schon ist man fein raus? Nicht ganz, denn wer will, könnte. Was allgemein verschwiegen wird ist,

  • dass das Bundes- Bodenschutzgesetz, das klar regelt, dass „die Bodenbearbeitung unter Berücksichtigung der Witterung grundsätzlich standortangepasst zu erfolgen hat“ und: Grundstückseigentümer sind verpflichtet, Maßnahmen zur Abwehr der von ihrem Grundstück drohenden schädlichen Bodenveränderungen zu ergreifen"

Der Grund ist klar: Die Bauern-Lobby ist dagegen, aber auch die Regierung, die ein Angriff auf ihre Mais-Politik im Rahmen der Biogasförderung sehen muss. Nur ist die Frage,

  • können Gräben und Rückhaltebecken die durch die Mais-Felder ermöglichten, plötzlichen Sturzfluten aufhalten? Es ist ja nicht nur das Regenwasser selbst, sondern der Boden, der als Schlamm im Keller von Anderas Städtgen und den anderen Anwohnern landet.

Das Bild oben steht für Situation, die sich nicht nach der politischen Korrektheit richtet.

Diese Zusammenhänge liegen auf der Hand, sind augenscheinlich. Wer will, findet in Google zahlreiche Beispiele, auch wie man sich drückt. Auch wenn die Landes-CDU es sicher nicht gerne sieht, Matthias Rubröder

  • sollte im Interesse einer nachhaltigen Lösung für unsere Gemeinde die Dinge offen und laut ansprechen, umsetzen was heute schon möglich ist und auf die Notwendigkeit einer "Mais-Regelung" durch die Landesregierung hinweisen. Es ist nur eine Frage der Zeit: Der nächste Starkregen wird ihm Recht geben und

  • sich für eine unbürokratische schnelle Hilfe für die Geschädigten aussprechen, ohne die diskriminierende Grenze von 5000 Euro Schaden, für die es nichts gibt. Es ist nur eine Richtlinie, die mit einem Federstrick zu ändern ist, wenn man nur wollte. Was alles geht, wenn man will, zeigt die Politik inzwischen jeden Tag.


02.08.2018 Landtagswahl Hessen
27 Tage nach dem Unwetter will Herr Innenminister Beuth "helfen"


Über FFH, Lokal-Presse, sogar dpa / Fokus hat gestern, ganze 27 Tage nach dem schweren Unwetter, Hessens Innenminister Peter Beuth den Unwetter-Geschädigten im Landkreis Limburg-Weilburg Finanzhilfe "zugesagt". Doch Vorsicht, wer denkt, hier würde unbürokratisch geholfen liegt falsch! Die "Zusage" ist erst dann etwas wert, wenn Geld fließt. Und da ist Skepsis angebracht. Diese "Zusage" ist wenig wert, ist sie doch an ein Bürokratiefilter gekoppelt, den Herr Beuth nicht so großzügig aus Kraft gesetzt hat, wie das im Kanzleramt durchaus geht.
Der Kreis richtet jetzt, 27 Tage danach, eine Schadenskommission ein, die entstandene Schäden prüft und Vorschläge für die konkrete Finanzhilfe macht. Doch was heißt das denn in Praxis? "Nach der Elementarschädenrichtlinie des Landes" und unter 5000 Euro gibt's nichts. Es scheint dieselbe bürokratische Unverschämtheit, über die wir kurz nach dem Unwetter berichteten. Nur mit einer neuen Frist: "Die Anträge sind innerhalb einer Ausschlussfrist von einem Monat nach Bekanntgabe dieser Finanzhilfeaktion beim Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Schiede 43, 65449 Limburg, einzureichen."

Was für ein Durcheinader!

Es scheinen die gleichen Anträge, die schon bei der Gemeinde längst abgegeben werden sollten:

Wir schrieben schon am
13.07.2017 Bis heute 12:00 Uhr an die Gemeindeverwaltung
Unwetter: Diese "Finanzhilfe" kann man vergessen!


Während heute jeder seinen Pass vor der Grenze wegwerfen, ohne Papiere unkontrolliert einreisen kann und dann anschließend Leistungen empfängt, die bei einem unbegleiteten Flüchtling an die 5.000 Euro monatlich ausmachen, ist die Gewährung der Hessischen Finanzhilfe, für die, die schon länger hier leben, an bürokratische Hemmnisse gebunden mit Hürden, die gegenüber der Situation seit 2015 in diesem Land als eine Frechheit erscheinen müssen.
Einkommensteuerbescheide, Rentenbescheide, Kreditverträge und sonstige Unterlagen müssen den Anträgen beigefügt werden. Unter 5.000 Euro gibt es nichts und wenn, dann nur sehr beschränkt als Zuschuss, bei größeren Schäden nur als Kredit!  Sie müssen erklären, dass Sie die Notlage aus eigener Kraft in absehbarer Zeit nicht bewältigen können.  Bei Schäden an Hausrat, sind Keller und Hobbyräume ausgeschlossen.
Das Ganze bis heute Freitag, 13.07.2018, 12.00 Uhr unterschrieben an die Gemeindeverwaltung Villmar.
Hier zum Link der Gemeinde, die nichts dafür kann.

Am 28. Oktober ist Landtagswahl. Dann, und nur dann, zählt Ihre Stimme.
Auch, ob Sie mit diesem Umgang heute noch  zufrieden sind.


01.08.2017 Unwetterfolgen mit Politik-Bezügen

Niemand soll sich künftig mehr herausreden können
Starkregen, es muss schnell etwas passieren

Unwetter wird es immer, einen garantierten Schutz dagegen nie geben. Wenn aber zum 4. Mal innerhalb von nur 7 Jahren eine so eng begrenzter Bereich wie in Aumenau, mit steigender (!) Schadentendez heimgesucht wurde, ist das ein klares Zeichen für sofortigen Handlungsbedarf der verantwortlichen Instanzen. In einer Dokumentation, der Ereignisse des 7-Jahreszeitraums zeigt, die an den Gemeindevorstand und -Vertretung, den Landkreis Limburg/Weilburg, Hessenmobil und die heimische Presse ging, hat nun der Eigentümers des Aumenauer Bahnhofs, als ein Haupt-Betroffner der Situation, alle zuständigen Stellen bösgläubig gemacht: Niemand kann künftig sich mehr herausreden können. Denn steht viel auf dem Spiel: Nicht nur Schadenssummen, es hätte auch Tote geben können, z.B. wenn ein Zug in die blockierte Strecke gefahren wäre oder Geröllstein aus Richtung Wiegehäuschen oberhalb des Aumenauer Bahnhofs auf Autos getroffen wären.
Zu Recht sagt deshalb Andreas Städtgen: "Als Anlieger der Leistenbachstrasse in Villmar-Aumenau ist es unverzichtbar auf die bestehende, absolut ungenügende, ja gefährliche Entwässerungssituation aufmerksam zu machen. Dieses Thema geht uns alle an. Wir können nur aus Glück sagen, bisher keine Personenschäden. Soweit darf es auch nicht kommen." In seiner Dokumentation von gestern stellt Städtgen fest:  


"Seit fast 30 Jahren wohne ich in der Leistenbachstrasse in Villmar-Aumenau. Seit nun fast 10 Jahren sind das Bahnhofsgebäude in Villmar-Aumenau und angrenzende Gebäude und Flächen in der Nutzung unserer Familie.

  • Weder uns, noch betagten Aumenauer Bürgern im Alter von über 90 Jahren, sind Überschwemmungsereignisse wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben bekannt. So etwas gab es nicht im Bereich des Bahnhofs!

  • Es folgt folgende Einschränkung: Das gibt es erst, seit die Kreisstraße nach Münster saniert und der Anbau von Mais auf den Flächen entlang der Straße nach Münster intensiviert wurde. Der erste Schadensfall war bei Familie Ohr und Weiner. (Ursache damals Maisfeld überflutet, Schutzgraben nicht angelegt) Diese Erkenntnis ist nicht neu. Gleiche Aussagen gab es bereits im Jahr 2012.

    Bild VN: Maisanbau 2018 im Unwetterbereich

Ich darf die bisherigen Schadensereignisse mit Schaden kurz auflisten:
11. Mai 2012
23. Mai 2012
27. Juni 2016
05. Juli 2018
28. Juli 2018    überschaubarer, aber vermeidbarer Schaden!

2012 - Beim Schadensereignis blieben wir im Bahnhof auf Reinigungs- und Entsorgungskosten in Höhe von rund 7500 Euro sitzen.  (Bild 2012)
Das Ereignis am 27. Juni 2016 konnte durch Selbsthilfe, nach Hinweis auf das Ereignis von Bürgermeister Lenz, minimiert werden. Schaden ca. 2000 Euro.
Das Ereignis 05. Juli 2018 übersteigt bei weitem die bisherigen Schadensummen. Nach heutigen, überschlägigen Berechnungen wird sich der Schaden im und um den Bahnhof Aumenau (nur privater Bereich, nicht Bahn), auf ca. 50.000 Euro beziffern lassen. Natürlich haben wir von Schaden zu Schaden versucht, unseren Versicherungsschutz zu optimieren. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Auch aktuell werden wir auf dem Großteil des Schadens sitzen bleiben. Dies bedroht unsere Existenz massiv.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

so kann das nicht gehen! Wir sind hier am Ende und fühlen uns insbesondere von der Politik und den Verantwortlichen an der Nase herum geführt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Eine bemerkenswerte Ausnahme stellt hier der Landratskandidat Jörg Sauer dar!
Ich bat Herrn Bürgermeister Rubröder, zu diesem Starkregenereignis unseren Landrat einzuladen, damit dieser sich vor Ort ein Bild machen könne. Leider ohne den gewünschten Effekt.

Die Anlieger der Leistenbachstrasse haben bereits vor 2012 auf die ungenügende Entwässerung und mangelnde Pflege der Straßenentwässerung hingewiesen. Dies blieb im Wesentlichen ungehört.
Nach dem Ereignis in 2012 gab es einen Termin mit den Verantwortlichen. Bereits damals erkannte man die mangelhafte Ausführung der Straßenbauarbeiten im Bereich der K 468 Aumenau-Münster. Man signalisierte die Bereitschaft Maßnahmen zur Optimierung der Entwässerung zu ergreifen. Die Maßnahmen waren wohl nicht von Erfolg gekrönt, denn die eingebrachten Schotter- und Steinmaßen wurden gänzlich aus den Gräben gespült, verstopfen die Kanäle und Einläufe und behindern so einen geordneten Abfluss des Oberflächenwassers zusätzlich.
Gleichfalls ist es bis heute nicht gelungen, das Wasser von der Straße in die angrenzenden Gräben zu führen. Das Wasser sucht sich seinen Weg direkt auf der Straße und fließt so in großer Masse auf die L 3063, die mit diesen Massen gänzlich überfordert ist. Ausführlich weist auch der Bautenstandsbericht des Bauamtsleiters der Gemeinde Villmar, vom 31. Mai 2012, auf die Notwendigkeit von speziellen Präventionsnotwendigkeiten hin. Von Seiten Hessen Mobil wurde die Entwässerung im Bereich Bahnhof optimiert. Gleiches gilt für die Überprüfung der Kanaleinläufe. Hier arbeiten Hessen Mobil, Gemeinde und Anlieger im Sinne einer Schadensminimierung zusammen.

Von Seiten des Kreises, ist entlang der Straße K 468 nichts für uns Anlieger spürbares passiert.

Im Gegenteil, es wurde schlechter und schlechter. Der Schaden der uns Anliegern zugefügt wird ist immens, stört aber wohl Niemanden, außer uns Anlieger. Auch Hinweise auf ein erhebliches Gefährdungspotential, wie bereits von mir im Jahr 2012 ausgeführt, bleiben ohne Reaktion.
Beim Ereignis am 5. Juli 2018 war es dem Zufall geschuldet, das herabstürzende Geröllmassen durch einen LKW mit Hänger haben abgefangen werden können. Nicht auszudenken, welche Personenschäden hätten entstehen können. Das gilt auch erschwerend im Bereich der Bahntrasse. "

Obwohl Andreas Städtgen, sowohl mündlich, als auch per Mail, Bürgermeister Rubröder darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Entwässerungskanäle entlang der Leistenbachstrasse unbedingt freigespült werden müssen, um die sichere Entwässerung bei Regen zu gewährleisten und dieser dies doch  weitergeben möge und entsprechendes veranlasse, wobei Städtgen Wert auf die Feststellung legt: "Ich gehe fest davon aus, dass diese Weitergabe erfolgt ist! ", sei leider nichts passiert.

Bild: Keller erneut geflutet!

"Oder war es etwa gewünscht, dass am 28. Juli 2018, - es waren ja erst 23 Tage seit dem Schadenereignis am 5. Juli 2018 vergangen, wieder das Oberflächenwasser der K 468 auf die verstopften Leitungen trifft und sich wieder mit Schlamm und Dreck den Weg in unseren Bahnhof sucht."  Dieser Regen am 28. Juli 2018, so Städtgen: "War, weiß Gott, kein Starkregenereignis! Wer bitte kommt für meinen Schaden auf?" Und weiter:

"Was wird getan um die Situation zu entschärfen? Unser Beispiel zeigt deutlich, wie sich die Politik verhält.

  • Man baut, reguliert aber nicht die entstandenen Schäden. Die Auswirkungen auf gemachte Fehler, haben andere zu tragen. (Beispiel Ausbau der K 468)

  • Man wünscht den Einsatz erneuerbarer Energien, man fördert z.B. den Maisanbau und schafft somit für die Landwirte Anreize, die Felder im Sinne der Politik zu bewirtschaften.

  • Der Mensch, Anlieger und Bürger bleibt gänzlich außen vor. Man handelt aus reiner Profitgier! Wie ich meine, zum Schaden, ja auf Kosten der Allgemeinheit. Ein Versagen der Politik wird deutlich. Ich möchte betonen, dass ich den Landwirten, die nur das gewünschte Verhalten zeigen, keinen primären Vorwurf mache. Sie handeln nach den Wünschen Politik."

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Siehe hierzu auch: Maisanbau in Wasserscheiden? für 1. Kreisbeigeordneten kein Thema bei Unwetter-Prävention


14.07.2018 13:30 Bürgermeister
Was für ein  Unterschied!
Wann hatte es das in den letzten 6 Jahren je gegeben?

Matthias Rubröder ist, nach zuverlässigen Informationen, morgens oft schon um 7.00 Uhr im Büro, früher als ein Teil der Angestellten. Was aber noch wichtiger ist: Rationalen Argumente ist er aufgeschlossen, nimmt sie ernst und antwortet zeitnah. Das Thema "Unwetter und Mais in Problemgebieten", das von uns erfolglos in der Vergangenheit vorgetragen wurde, ist für ihn auf der Agenda: Mit Sicherheit werde das Thema Mais in die Ursachenforschung und Problemlösung aufgenommen werden. Was für ein Unterschied! Früher, bei dem Abgewählten, gab es, wenn überhaupt, nur "Kanzleitrost" billigster Güte.

Die Stellungnahme von Bernd Hönnighausen, der zu den Geschädigten des Unwetters am 05.07.2018 gehört:

"Wir hatten Herrn Bürgermeister Rubröder per Email kontaktiert und ihm die Schäden geschildert. Prompt (und ich meine wirklich schnell) kam die Antwort mit der Bereitschaft persönlich bei uns und mit uns die Schäden zu besichtigen. Dies ist dann auch, und dies mit wirklichem Interesse seitens Herrn Rubröder, geschehen. Vielen Dank dafür."

ist selbstredend.


13.07.2017 Bis heute 12:00 Uhr an die Gemeindeverwaltung
Unwetter: Diese "Finanzhilfe" kann man vergessen!


Während heute jeder seinen Pass vor der Grenze wegwerfen, ohne Papiere unkontrolliert einreisen kann und dann anschließend Leistungen empfängt, die bei einem unbegleiteten Flüchtling an die 5.000 Euro monatlich ausmachen, ist die Gewährung der Hessischen Finanzhilfe, für die, die schon länger hier leben, an bürokratische Hemmnisse gebunden mit Hürden, die gegenüber der Situation seit 2015 in diesem Land als eine Frechheit erscheinen müssen.
Einkommensteuerbescheide, Rentenbescheide, Kreditverträge und sonstige Unterlagen müssen den Anträgen beigefügt werden. Unter 5.000 Euro gibt es nichts und wenn, dann nur sehr beschränkt als Zuschuss, bei größeren Schäden nur als Kredit!  Sie müssen erklären, dass Sie die Notlage aus eigener Kraft in absehbarer Zeit nicht bewältigen können.  Bei Schäden an Hausrat, sind Keller und Hobbyräume ausgeschlossen.
Das Ganze bis heute Freitag, 13.07.2018, 12.00 Uhr unterschrieben an die Gemeindeverwaltung Villmar.
Hier zum Link der Gemeinde, die nichts dafür kann.

Am 28. Oktober ist Landtagswahl. Dann, und nur dann, zählt Ihre Stimme.
Auch, ob Sie mit diesem Umgang heute noch  zufrieden sind.


12.07.2018
Land soll Villmarer Unwetteropfern helfen

Alle Hauseigentümer: Sofort Unwetterschäden melden / Spermüll wird kostenlos angenommen

Die Chancen stehen gut, dass geschädigte Hauseigentümer vom Land Geld bekommen: Am 28. Oktober sind Landtagswahlen. Die AfD wird in den Landtag einziehen, die Frage ist nur, in welcher Stärke. Die Pöstchen wackeln. Da wird auch vermutlich denen, die hier schon länger leben, wahrscheinlich sicher schnell und großzügig geholfen; es sei denn, es erscheint den Verantwortlichen, vom Effekt her, als zu gering. Schließlich war das Unwetter regional begrenzt. Aber die rechts-populistische AfD wirkt ganz sicher schon jetzt auf die hessische Politik.

Bürgermeister Matthias Rubröder beantragt Landesmittel

Zunächst waren nur alle Hauseigentümer, bei denen die Feuerwehr beim letzten Unwetter im Einsatz war, gebeten worden, sich bei der Gemeinde zu melden. Nun ruft Matthias Rubröder auch alle anderen betroffenen Hauseigentümer mit Schäden vom 05.07.2018 auf, sich mit der Gemeindeverwaltung Villmar, Frau Melissa Reinhardt, Tel. 06482/912130, Mail: melissa.reinhardt@villmar.de in Verbindung zu setzen, weil er für eine Finanzhilfeaktion des Landes Hessen, die die Gemeinde derzeit über den Landkreis Limburg-Weilburg beantragt, konkrete Angaben zum Schaden und Geschädigten benötigt werden. Der Sperrmüll, der durch das Unwetter entstanden ist, kann kostenlos auf der Abfalldeponie Beselich (Tel. 06484/9172000) abgeliefert werden.
Soweit, so gut. Ideal wäre allerdings, wenn die Gemeinde über zentrale Sammelstellen den Unwetter-Sperrmüll abfahren könnte oder dieses organisieren würde, wie dies aus dem Kreis der Geschädigten angeregt worden war.


 

11.07.2018 15:30 Prompt reagiert
Radweg: Unwetter- Schäden schon beseitigt
Bilder von heute
Die gefährlichen Schotter- Spurrillen am Lahnradweg zwischen Villmar und Aumenau im Bereich der Bahn-Überführung, infolge des Unwetters (wir berichteten) sind beseitigt. So war dieser Bereich schon lange nicht mehr. Außerdem wird an einer finalen Lösung, des seit fast 10-jährigen unhaltbaren Zustandes der wassergebundenen Decke erstmals wirklich glaubhaft gearbeitet.
Weiter so, Herr Rubröder!


11.07.2018
Maisanbau in Wasserscheiden?
für 1. Kreisbeigeordneten
kein Thema bei Unwetter-Prävention


Bild: Münsterer Strasse 1 Tag danach  oberhalb Aumenauer Bahnhof

In einer ersten Presserklärung bezieht der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung Stellung zu den jüngsten Unwettern: Die Erwärmung ist schuld. Es sei eine vordringliche Aufgabe der Kommunen, Schutz- und Vorsorgemaßnahmen zu treffen. "Das heißt: mehr Überflutungsflächen, Sicherung durch Dämme, Überprüfung der Entwässerungssysteme und weniger Bodenversiegelung“. Die sich aufdrängende Frage,  ob Maisanbau in Problembereichen wie Wasserscheiden künftig verboten werden sollte, ist für Jung kein Thema, obwohl die 4. Erfahrung am Aumenauer  Bahnhof eine deutlich Sprache spricht. Für jeden erkennbar Bild oben.

Ist Jung  tatsächlich so uninformiert?
Keiner soll sagen können, er habe nichts gewusst

Es gibt einen Zusammenhang zwischen heftigen Regenfällen, dem Maisanbau und genau dem was wir gerade erlebten. Das sagen nicht nur die VN sondern eine aktuelle Studie der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die TU München in dem unfangreichen Werk "Starkregen, Bodenerosion, Sturzfluten" welche  die Rolle der Landwirtschaft, vor allem des Maisanbaus, untersucht. Hier unserem neuen Bürgermeister und Villmarer Mandatsträger ins Gebetbuch geschrieben. Oder gelten bei uns andere Naturgesetze als in Bayern? Könnte man meinen, wenn man Jungs Naturschutzpolitik, was die Schwarzstörche kontra Windkraft angeht zu Maßstab nehmen würde. Den Link zum Gutachten und unsere Fotodokumentation Mais, übersenden wir sicherheitshalber unserem neuen Bürgermeister per Mail.
Natürlich würde der Verbot von Maisanbau in der Wasserscheide über dem Aumenauer Bahnhof, die gerade von Jung umgesetzte Politik der "Erneuerbaren Energie" und die betroffenen Landwirte tangieren. Die normative Kraft des Faktischen wird sie aber alle einholen, so, wie der Apfel immer von oben nach unten fällt, wenn man die Fakten ignoriert. Es scheint so, als wenn die 4 Starkregenereignisse noch nicht ausreichen und Lobby-Interessen die notwendige, rationale Politik im Sinne des Gemeinwohls noch verhindern werden. Noch. Zeit für Veränderungen. Am 28. Oktober ist die nächste Gelegenheit bei der Landtagswahl


10.07.2018 12:30
Pech eben bei Wolkenbruch am Sonntag?
Hessenmobil scheinbar nicht für Unwetter ausreichend gerüstet

Es ist ebenen eine politische Frage, für welche Zwecke Steuergelder eingesetzt werden. Gerade in diesen Tagen, wo es um Milliarden- Beträge auf Bundesebene und Millionen- Beträge auf Landesebene geht, wird dies deutlich.
So erreichte uns die aufgeregte Mail eines Zeitgenossen, der sich über unsere Feststellung "Selbst am 3. Tag nach dem Unwetter hat es Hessenmobil immer noch nicht geschafft, alle Kanaleinläufe entlang der Leistenbachstrasse in Stand zu setzen." aufregte. Das wäre gar nicht machbar gewesen, wir sollten das "richtig stellen".
Nun, richtig zu stellen gibt es hier gar nichts: Der Sachverhalt stimmt nämlich und trifft übrigens auch den Nerv der Betroffenen. Aber in der Mail wird ausgeführt, dass "gar nicht die Menge Spülsaugwagen zur Verfügung stehen können, als wie für solchen Notfall nötig gewesen wären", was dafür spricht, dass "Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement" für Unwetter nicht ausreichend gerüstet ist und scheinbar auch Personal-Einsatz-Planung, wenn ein Samstag oder Sonntag betroffen ist, bei solchen Unwettern ein Problem zu sein scheint. Pech eben bei Wolkenbruch am Sonntag?
Hessen Mobil ist für Planung, Bau, Betrieb und das Management des hessischen Verkehrswegenetzes zuständig. Am 28.Oktober sind Landtagswahlen. Es wird Zeit, dass die Politik wieder Bodenhaftung bekommt und Schwerpunkte bürgernah setzt. Nicht nur unsere Straßen sprechen Bände.

 


09.07.2018 Gute Nachricht

Diese Stelle zwischen Aumenau und Fürfurt war völlig unpassierbar, Bilder aktuell

Ab heute fahren die Züge wieder normal
Die Bahn hat die Problemstelle freigeräumt. Der Zugverkehr läuft ab sofort wieder, wenn auch langsamer an den betroffenen Stellen


09.07.2018 Unwetter- Weyandstrasse Villmar
 
Bild: Weyandstraße/Falkenweg

Melden Sie Ihre Schäden bei der Gemeinde
vor allem ältere Bürger üben Zurückhaltung

Wie wir gerade erfahren haben, sind in der Weyandstraße doch mehr Anlieger am 05.07.2018 durch Wasser im Keller, hochgedrückt durch Kellerabflüsse, betroffen, als wir zunächst wussten. Vor allem ältere Bürger scheinen zurückhaltend, was diese Schäden angeht.
Die Gemeinde sollte aber ein ungeschminktes Bild der Lage erhalten. Unsere Empfehlung ist: Melden Sie der Gemeinde Ihre Schäden. Hinzu kommt: Es könnte womöglich sein, dass die Gemeinde durch Bürger erfolgreich in die Schadenersatzpflicht genommen wird, weil sie schuldhaft, und sehenden Auges, seit Jahren das Regenrückhaltebecken nicht angeschlossen hatte. Dies ist allerdings eine Pflichtaufgabe der Gemeinde im Rahmen der Daseinsvorsorge.
Auch vor diesem Hintergrund erscheint es womöglich sinnvoll, dass Sie rechtzeitig melden. Lassen Sie sich den Eingang Ihrer Meldung bestätigen, dazu ist die Behörde gesetzlich verpflichtet. Sie brauchen dabei kein schlechtes Gewissen zu haben: Heute wird soviel Geld öffentlich ausgegeben, warum sollen Sie auf Ihrem Schaden sitzen bleiben, den andere womöglich verschuldet haben.


08.07.2018  10:45
Der Tag, als das Wasser aus dem Abfluss kam oder
Herr Bürgermeister, schließen Sie endlich das Regenrückhaltebecken an

Den 05.07.2018 werden die Mitarbeiter einer Schreinerei im Gewerbegebiet von Villmar nicht so schnell vergessen. Plötzlich trat Wasser in ihre Arbeitsräume und den Verkaufsraum. Es sah klar aus, roch aber übel. Alles ging ganz schnell. Die Belegschaft versuchte mit Besen das Wasser aus den Räumen zu kehren.  In der Weyandstraße Villmar, die Straße in deren Kanalisation das ganze Regenwasser des Gewerbegebietes fließen muss, weil das Regenrückhaltebecken nicht angeschlossen ist, wird es unter Tage eng im Rohr. Das Wasser sucht sich  seinen Weg. Schon am Anfang schießt es aus dem Kanaldeckel. Eine Leserin berichtet: Das erste Mal Wasser im Keller, durch den Kanal hochgedrückt, 5 Eimer Wasser musste sie herausputzen. Gewiss, nur kleine Schäden gegenüber dem, was an diesem Tag wegen des Wolkenbruchs passierte in Aumenau, Seelbach und am Villmarer Lahnufer, aber: Es hätte vermieden werden können, wenn das Regenrückhaltebecken, das für viel, viel Geld noch unter Bürgermeister Hermann Hepp in der Kalkreusch gebaut wurde, angeschlossen worden wäre.

Und der abgewählte Bürgermeister Lenz hatte 6 Jahre lang andere Dinge zu tun: Museum oder 2. Bürgerhaus waren  wichtiger. Muss die Konsequenz nicht heißen: Herr Bürgermeister Rubröder, schließen Sie endlich das Regenrückhaltebecken an?


08.07.2018
Unwetter: Gemeinde soll helfen
z. B. Sammelstellen für zu entsorgende Gegenstände einrichten


Bürgermeister Rubröder hat für alle Betroffenen des Unwetters folgendes bekanntgegeben:

"Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
diese Mitteilung geht an alle Betroffenen, die am 05.07.2018 Schäden durch die Starkregenereignisse erlitten haben. Bitte setzen Sie sich mit Herrn Jung von der Gemeinde Villmar, Tel.: 06482/9121-27, in Verbindung, sofern Sie Hilfe von der Freiw. Feuerwehr des Marktfleckens Villmar erhalten haben, damit versicherungstechnische Angelegenheiten geklärt werden können."

Was immer unter "versicherungstechnische Angelegenheiten" die es zu klären gilt,  zu verstehen ist, wurde uns aus dem Kreis der Geschädigten die Erwartung mitgeteilt, dass der Marktflecken helfen möge. z.B. konkret, dass die Gemeinde

  • Sammelstellen für wegen dem Wolkenbruch zu entsorgende Sachen einrichten möge

  • und auch die Entsorgung übernehmen sollte.

Leistenbachstraße in Aumenau noch Abflüsse zu

Man kann nur hoffen, dass es nicht in Kürze wieder regnet. Es braucht gar kein Starkregen zu sein. Selbst am 3. Tag nach dem Unwetter hat es Hessenmobil immer noch nicht geschafft, alle Kanaleinläufe entlang der Leistenbachstrasse in Stand zu setzen.


07.07.2018  13:00 Unwetter, Nachtrag

Auch in Seelbach gab es große Schäden
Große Schäden und oft keine Elementarversicherung

Ein Leser aus Seelbach:

"Die Ereignisse vom Donnerstag waren schon sehr heftig und die betroffenen Anwohner mussten sehr viel Kraft und Ausdauer aufwenden um dem Wasser und dem Schlamm Herr zu werden. Nun, es wurde oft von dem Ortsteil Aumenau berichtet, aber auch in Seelbach gab es große Schäden die bei der Berichterstattung über die Lage in Aumenau völlig untergingen. In vielen Straßenzügen (z.B. im Wickengarten, Taunusstrasse, Lerchenstrasse und im Neubaugebiet schafften die Kanäle die Wassermassen nicht und es kam zu Rückstaus in die Häuser. In vielen Kellern und Kellerwohnungen stand das Wasser ca.30cm hoch d.h. große Schäden und oft keine Elementarversicherung. Auch in den Strassen und auf dem Turnplatz (vor der Seelbachtalhalle) stand 20 cm hoch der Schlamm. Ich finde das sollte auch mal erwähnt werden."

Zu Recht, hiermit gemacht.

Bei der Analyse, die Bürgermeister Rubröder vorhat, wäre es womöglich hilfreich, wenn sowohl fachkundige Bürger als auch Ortskundige mit ihren Informationen einbezogen werden würden. Es nützt auch nichts, sondern schadet, wenn, wegen Interessens-Konflikten (z.B. Thema Mais in Wasserscheiden), Aspekte in der Analyse ausgespart würden. Der hieraus zu erfolgende Lösungs-Plan im Rahmen der Schadensabwehr würde zwangsläufig suboptimal.


07.07.2018  10:50 Unwetter

Erste Herausforderung
Bürgermeister Matthias Rubröder will Analyse und Plan aufstellen
 

Was müsse man tun, damit, wie in Aumenau jetzt zum 4. Mal, die Geröll- und Schlammmassen künftig nicht mehr zu Tale gehen, beschäftigt den Bürgermeister, der auch gestern in Aumenau war.

In einer Nachbesprechung mit der Feuerwehr und anderen Beteiligten soll nun ein Plan für Handlungsmöglichkeiten aufgestellt werden. Man darf gespannt sein, ob das Thema "Mais" in Problemgebieten dabei eine Rolle spielen wird. Bei einem Pressetermin gestern bei Bahnhof Aumenau äußerte sich auch der Landratskandidat der SPD, der Handlungsbedarf in Form einer konzertierten Hilfe-Aktion sieht. Was das in Praxis allerdings heißen kann. sah man beim Hangrutsch in Villmar: Dort hatte man der Familie Zirkel nur Knüppel zwischen die Beine seitens der Kreisbehörden geworfen, sogar bei der Selbsthilfe (wir berichteten), während die Dorfgemeinschaft und Freund geholfen hatten. Dabei ist die Ursache noch immer ungeklärt

Villmarer Hangrutsch: Ursache immer noch ungeklärt

War die Kanalverlegung durch die Gemeinde Villmar oberhalb des Unglückshangs ursächlich für den Hangrutsch letztes Jahr? Diese Frage ist nach wie vor offen und hängt wie ein Damoklesschwert über der Familie Zirkel. Denn wenn dies so wäre, könnte sich trotz der Sanierungsmassnahmen das Unglück womöglich wiederholen. Nämlich dann, wenn sich das Regenwasser durch die Gemeindearbeiten einen neuen, unheilvollen Weg gesucht haben sollte. Der Verdacht scheint nicht unbegründet: Stefan Zirkel hatte im Hang vor der Sanierung feuchte Stellen ausgemacht, die er so noch nicht kannte. Betonpfähle des Nachbargrundstückes beim Verschönerungsverein  oberhalb haben sich hangwärts geneigt. Die Gemeinde verneint diese Zusammenhänge zwar, was nicht verwunderlich ist, wäre doch hiermit auch eine Kostenfrage verbunden. Und sie hatte bislang kein eigens Interesse, an einer professionellen Klärung dieser Frage. Trotzdem ist dies nötig. Richtig schlafen können vermutlich die Zirkels erst, wenn diese Zweifel ausgeräumt sind.


Immer noch hunderte Tonnen Schlamm auf den Gleisen

07.07.2018
Gestern Abend wurde in Aumenau Fürfurterweg auf Höhe des alten Steinbruch`s eine Baustelle der DB eingerichtet zur Beseitigung der Schlamm Massen. Hunderte Tonnen liegen hier auf den Gleisen  und blockieren die Strecke. "Der Bahndamm wurde unterspült, sieht man auf den Bildern sehr gut und der Oberbau ist mit Schlamm Massen überzogen, so dass man kaum noch den Schienenkopf sieht." so Patrick Kucza.


 

 

06.07.2018 16:00 Villmar

Eisenbahnschienenersatzverkehr in beiden Richtungen bis einschließlich Montag.
Aumenau:
Straße Richtung Optik-Meuser gesperrt.
 Kreisstraße 468 zwischen Aumenau und Münster bis auf Weiteres voll gesperrt
.


06.07.2018 15:30
Der Tag danach

Wenn Basaltsteine weggespült werden / Mais: Was hat er dazu beigetragen?

Der Aumenauer Bahnhof und das Wiegehäuschen stehen stellvertretend für die Frage: Wurde zur Gefahrenabwehr  genug getan? Die Frage stellt sich vor dem Hintergrund, dass es ja nicht zum 1. Mal passierte, sondern zum 4. Mal an der gleichen Stelle, diesmal jedoch in bislang größter Stärke: Basalt vom Kaliber Chausseestein wurden bewegt  (siehe Titelbild). Die VN hat Opponenten, weil sie Aspekte thematisiert, um die andere einen Bogen machen. Schon beim ersten Mal, als noch Mais direkt an der Wasserscheide oben am Galgenberg, als erstes nach dem Wald stand, stellten wir die Frage, ob dies künftig noch zu verantworten sei, nach diesen Erfahrungen. Oben ist er nicht mehr angepflanzt wohl aber in der Mitte der Gefällestrecke. Ist es Zufall wie die Abflussspuren aus dem Feld am Eingang der letzten Steilstrecke zu Bahnhof zeigen? Mais, als Mitursache für solche Ereignisse, war kein Thema für den Umweltausschuss, der pressewirksam in Weyer einen Ortstermin hatte. Warum?
Und warum gab es keinen solchen Termin in Aumenau, dass im Vergleich zu Weyer doch mehrfach gebeutelt wurde! Sapere aude! Nun stellen sich aktuell Fragen, oder geht man wieder zur Tagesordnung über? Ob die Geschädigten dies mitmachen?


  06.07.2018 Gestern (mov.)

Bahnstrecke durch Schlamm und Geröll blockiert

Aumenauer Bahnhof hat es schlimm erwischt
Feuerwehr und THW waren im Einsatz, Bürgermeister vor Ort
10 Keller unter Wasser in Villmar im Bereich Lahnufer


Ab 17:00 Uhr war gestern der Bahnverkehr zwischen Limburg und Weilburg eingestellt. In Aumenau waren THW, Feuerwehren und schwere Technik im Einsatz.  Unter Flutlicht wurde versucht, die Bahnstrecke zwischen Aumenau und Fürfurt  von  etlichen Tonnen Schlamm und Geröll zu befreien. Es muß Schienenersatz- Verkehr durch den RMV gestellt werden
Der Aumenauer Bahnhof war schon in der Vergangenheit mehrfach Opfer von Wassermassen, die Geröll und Schlamm über der Münsterer Straße vom Galgenberg her mitbrachten. Diesmal war es so schlimm, wie nie zuvor, sagte der Eigentümer. Etwa 40 Stellen am Villmarer Lahnufer und Aumenau, Lahnstrasse und Jahnstrasse, waren betroffen. Der neue Bürgermeister Matthias Rubröder war vor Ort und machte sich ein Bild über die Lage.. Die Wassermassen im Bereich des Bahnhofs Richtung Brücke kamen plötzlich. Im Web kursiert ein Bild von einem Motorradfahrer, der tatsächlich bis zum Bauch im Wasser steht, sein Handy hochhaltend.
Auch Weilmünster, Weinbach, und Runkel sind betroffen.


06.07.2018
Bild: Weyandstraße/Falkenweg

Regenrückhaltebecken, seit über 6 Jahren nicht angeschlossen!

Bild: Villmarer Regenrückhaltebecken in der Struth

So schnell, wie der Regen und damit die Flut kam, so schnell ist wieder alles beim Alten. Die Leute, denen die Keller vollgelaufen sind, haben andere Sorgen als sich mit den Ursachen zu beschäftigen. Die dieses verursacht haben sind außer Dienst. Kein Mensch macht sich um das Regenrückhaltebecken Gedanken. Bereits vom Vor-Vorgänger des neuen Buergermeisters gebaut. Nicht angeschlossen. Ein Leser stellte gestern zur Recht fest:

"Ein Grund für die Schäden durch Wassermassen in der Weyandstraße ist auch die Jahrzehntelange Verschleppung der ordentlichen Abwasserentsorgung des gesamten Gewerbegebietes. Noch ein Grundstück mehr an den zu 700 Prozent überlasteten Kanal in der Weyandstraße.  Derweil steht das Regenrückhaltebecken an der Kalkreusch leer- da, wo eigentlich regulär das ganze Regenwasser  hin müsste."

Wofür sind Buergermeister, Verwaltung, Vorstand Gemeindevertreter eigentlich notwendig? So schlimm es klingt, es ist bisher noch zu wenige geschehen.
Anstatt Bürgerhäuser, Kunstrasenplätze Museen etc. zu unterstützen, was typische Klientel-Politik ist, sollte man die Gemeinschaft im Auge behalten. Wir haben so viele Leichen im Keller, die bearbeitet werden müssten. Zum Beispiel: Brückensanierung, Regenrückhaltebecken. Aber das ist den Verantwortlichen bisher nicht wichtig gewesen. Die Folgen haben jetzt die Bürger zu tragen. Wie wird es in Zukunft weitergehen? Die Mahner werden, wie gehabt, ignoriert werden. Alles Besserwisser.
Bei Lichte betrachtet, sieht man aber eine organisierte Verantwortungslosigkeit: Keiner kann persönlich zur Verantwortung gezogen werden!


06.07.2018 
Der Murks-Radweg: Kein Wunder massive Schäden

VN-Leser wissen um den Wahnsinn, mit der wassergebundenen  Decke des Villmarer Lahn- Radweges. Bilder davon haben wir noch nicht erhalten. Aber: Das Radweg-Teil Richtung Aumenauer Kreisstrasse ist, trotz Schotter, stark mitgenommen. Wie wird es erst dann unten an der Lahn aussehen?


05.07.2018 16:10  Villmar und Aumenau

Wolkenbruch und Sturm
Schadensersatz-Anspruch  gegen die Gemeinde Villmar?


In Aumnenau beim Bahnhof Überschwemmung der Geleise. Zugverkehr beeinträchtigt. Beim Bahnübergang Aumenau stehen Autos bis einen halben Meter im Wasser. In Villmar Großmarkt Wassereinbruch, kurzeitig geschlossen. Straßenkanäle schaffen das Wasser nicht mehr. Feuerwehr in Aumenau im Einsatz. Arfurter Bahnhof ebenfalls beeinträchtigt. Sturzbäche dort an den Hängen. In Arfurt wird Hangrutsch gemeldet. THW im Einsatz. Noch mehr Ortschaften in Umgebung betroffen.

Bild: Struther Weg / Weyandstrasse

Ein sachkundiger Leser schrieb uns hierzu:

Ein Grund für die Schäden durch Wassermassen in der Weyandstraße ist auch die Jahrzehntelange Verschleppung der ordentlichen Abwasserentsorgung des gesamten Gewerbegebietes. Noch ein Grundstück mehr an den zu 700 Prozent überlasteten Kanal in der Weyandstraße. Und noch eines. Und eins geht doch noch. Regendurchlässiges Pflaster ist bei den Märkten vorgeschrieben- Naja, nicht so wichtig, wird schon nichts passieren. Das ging so seit Jahren. Derweil steht das Regenrückhaltebecken an der Kalkreusch leer- da wo eigentlich regulär alles hin müsste.

Betroffene geschädigte Anlieger in der Weyandstraße, Lahnufer haben eines:
EINEN BERECHTIGTEN ANSPRUCH gegen die Gemeinde

Sturzbäche in Arfurt

(herzlichen Dank nach Arfurt für die Bilder)