Bild: Collage VN
12.01.2019
Meuthens Politik:
Politische Elfmeter nicht treten

Curio würde so etwas nie machen


Es wird immer klarer, dass der AfD-richtungsweisende Meuthen sich als die politische Enttäuschung für all die Wähler herausstellt, die im Glauben, die Partei würde dafür arbeiten, illegale kulturferne Migranten eines Tages aus Deutschland zu bringen und  das staatliche Erziehungsfernsehen für Erwachsen in den Focus zu stellen. Jörg Meuthen und auch Alexander Gauland, der sein Land noch in der Wahlnacht zurückholen wollte, wollen für die AfD zur Zeit nur eines: mäßigen um jeden Preis, zu einer Art „zweiter CDU“ machen. Dafür werfen sie alles über Bord, so scheint es jedenfalls.

Die Steilvorlage "Umweltsau" wird nicht genutzt

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Anstatt den berechtigten Ärger der Massen über die „alte Umweltsau Oma“ politisch als Steilvorlage zu nutzen: die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte gerade rund 200 Strafanzeigen, plus täglich 10 neue, - fabuliert Meuthen nur von einer Kritik an der GEZ, von gemäßigter Wortwahl und fordert öffentlich einen Maulkorb für klare Worte gegenüber den Erziehungssendern mit Spitzengehältern auf Steuerkosten. „Lügenpresse“ ist bereits für den Professor nicht mehr akzeptabel. Und Meuthen spaltet, wie beim BW- Landesparteitag in Heidenheim, weiter. Ob er es nur nicht kann oder ob sein Kurs wirklich Absicht ist, oder was auch immer den Spendenprozessverlierer antreibt: von der Wirkung her ist es fatal.
Spenden-Prozess: In die Kamera sagte Meuthen noch vor dem Prozess: „Wenn dann wäre das zu meinen Gunsten“. Genau. Bis heute weiß niemand, wer denn ganz konkret ihn in der heutigen Position haben wollte und er führt in die falsche Richtung, bestenfalls defensiv. Nie würde Meuthen der Satz eines Gottfried Curio: „Unsere Campagnen müssen strategisch umfassender vorbereitet sein“ über die Lippen kommen. Es wird bestenfalls suboptimal gespielt. Mitdenkende Patrioten sollten das erkennen, spätestens auch an den fehlenden Wortmeldungen der „Flügelleute“.
 
Ein hessisches Bauernopfer, das in der Pipeline ist, soll Patrioten scheinbar beruhigen. Ziemlich auffällig wurde ein Papier eines "einstimmigen Bundesvorstandsbeschlusses" lanciert, übrigens ohne Resonanz in der Presse.
Soll es, die sonst mit gespaltener Zunge gegen Patrioten in der AfD operierenden, als neutrale Gralshüter adeln, frei nach dem Motto: "Seht mal, wir sind unparteiisch"? Es wird sich aber nur als Geste herausstellen. "Formfehler" oder  ähnliches werden verhindern, dass womöglich ein Netzwerk von Hintermännern, das der AfD großen bundespolitischen Schaden zufügte, nicht auffliegt. Das "Große Schweigen" in geschlossenen Whatsapp-Gruppen in Hessen spricht Bände und: Untersuchungsausschüsse gibt es ja nicht in der AfD.

Die wirkliche Tragik
aber liegt in der Tatsache, dass eine weichgespülte "CDU-AfD" ja womöglich 5 oder 10 % mehr bekommen könnte, aber rein gar nichts politisch bewirken würde, was den Weg des Landes in den Abgrund angeht. Was hat die Führungsgruppe um Meuthen, Gauland, Weidel denn bislang konkret erreicht? Das: „Unsere Campagnen müssen strategisch umfassender vorbereitet sein“ von Gottfried Curio brachte das bisherige und wohl auch künftige Versagen der Wiedergewählten auf den Punkt. Genau das wollen die Führungsfiguren nämlich nicht: Campagnen- oder Offensiv-Politik.