Bild: Collage VN

14.01.2020
Der Handtuchwurf von Berlin

Er hatte Alexander Gauland gut ins Konzept gepasst, hätte Doris, Fürstin v. Sayn-Wittgenstein nicht damals ungeplant als Bundessprecherin gegen Georg Pazderski kandidiert, der auch Bundessprecher werden wollte und zweimal im Patt an der „falschen Fürstin“, wie Gauland noch immer voller Gram fabuliert, obwohl diese ihren Titel vollkommen rechtmäßig führt, scheiterte. Jetzt folgt von ihm, dem AfD-Mann, der ganz ostentativ wie kein anderer politisch Front gegen Patrioten machte, indem er sich öffentlich bei der Wahlkampfhilfe in Brandenburg zurückhielt, ein politischer Handtuchwurf erster Güte.
Nur mühsam verpackt teilt er in einem Schreiben an die lieben Parteifreunde, lieben Förderer, mit, „nicht mehr für ein Vorstandsamt zu kandidieren“. Der Grund: Gespräche mit nahestehenden Personen und Mitgliedern seiner Familie; alle Kraft in die Fraktionsführung im Abgeordnetenhaus und so weiter. Klar.
Allerdings glauben das nicht alle Mitglieder, vor allem nicht die, die das Schreiben mit dem Zusatz versehen in Whatsapp kreisen lassen, „dass einer wohl verstanden hätte, woher der Wind wehe“. Der Mann, der beinahe Bundessprecher geworden wäre, so die Einschätzung, habe das Beste getan, was er tun könne, um einer krachenden Niederlage für den Vorstand in Berlin zu entgehen.