Villmar-Weyer "Carolinger Hüttendorf " im Vordergrund, Bild CM

06.08.2019 13:40
Machen ist besser als Debattieren
oder warum private Investoren im Tourismus wichtiger als Politiker sind

Villmar krebst die letzten 20 Jahre ins Sachen Tourismus nur herum. Was haben wir über Debatten und auch über nervendes Geschwätz unter Villmars Kommunalpolitikern berichtet, über Hochglanzprospekte und unerfüllte Prognosen, Gutachten, die für die Katz waren. Im Kern ist festzuhalten, dass von der Politik selbst, einschließlich der Unterstützer aus dem Kreis und Land nur das Villmarer Museum als "Tourismus- Projekt" zustande kam. Es wurde sogar als eine Art "Tourismusmaschine" verkauft, als  "Chance für Villmar". Heute sind wir froh, dass es sich noch selbst trägt und regelmäßig Villmar durch das Lahnmarmormuseum in die Zeitung kommt. Denn Werbung können die Protagonisten wirklich gut bei einer geneigten Presse und Politik auf allen Ebenen machen, wie sie bewiesen haben.

Was wirklich zählt, sind die kreativen Investoren

Das zeigt gerade Carlos Merz aus Weyer, dem die Limburger Politik zunächst für sein Tourismusprojekt bei der Villmarer Lahnschleuse nur Knüppel zwischen die Beine geworfen und es verhindert hatte, jetzt aber zumindest nicht mehr behinderte: Das neue Hüttendorf in Weyer läuft gut an; Auslastung bereits jetzt höher als geplant!  Das "Carolinger – dem schönsten Hüttendorf am Rande des Taunus", wie ein gelungener Webauftritt verheißt, liegt landschaftlich gut mit seinen Chalets, Appartments & Café. Das Konzept vom Macher Merz ist viel versprechend: Stellahaus in 360° Bauweise mit vier separaten Wohnungen. Familienfreundliche Ferienwohnung, Hanglage, kleine Terrassen. Natur. Frühstück gibt ab 06:00 Uhr im Café Carolinger mit ofenfrischen Waren, weil eine kleine Dorfbäckerei integriert ist. Das Café wird am 15.08. geöffnet, der  Flyer ist gerade heute fertig geworden - siehe hier.  Passt einfach. Übrigens: Der neue Minigolf-Weyer von Merz ist seit gut drei Wochen geöffnet; Aktion zur Einschulung: kostenloser Eintritt.

Wirkliche "Chance für Villmar"


Aus ehemaligem Natursteinwerk könnte Vielversprechendes entstehen

Bleibt zu hoffen, dass das von Carlos Merz in Angriff genommene Großprojekt in der Oberau, bei dem der Bebauungsplan bzw. Aufstellungsbeschluss in Vorbereitung und gerade in der politischen Mühle ist, gefördert wird. Denn hier könnte eine wirkliche "Chance für Villmar" ihren Anfang nehmen: Aus ehemaligem Natursteinwerk könnte Vielversprechendes entstehen. Aktuell betragen die Werkstatt-, Lager und Fertigungsflächen rund 2.000 m². Vorstellbar ist die Gewerbehallen um etwa 3.000 bis 4.000 m² mittelfristig zu erweitern. Die Hallen könnten flexibel in der Ausstattung und Größe für junge Gewerbegründer in Handwerk, Industrie und Dienstleistung die erste Infrastruktur anbieten, ohne dass man hohe Investitionen eingehen muss. Vorstellbar, dass am Standort ein Fahrzeug-, Stapler- und Werkzeugpool eingerichtet wird. Ausreichend Bürofläche ist ebenfalls vorhanden: kleinen Firmen reicht meist ein Büroraum aus und sie können damit Synergien für EDV und Unterhalt nutzen.