23.04.2019 11:30
Wenn Kinder Erwachsene beraten,
sind die Folgen gewiss


Marion Schardt- Sauer, FDP- Fraktionsvorsitzende von Limburg macht politisch nichts falsch, wenn sie Kinder im Umweltausschuss der Stadt Limburg für Erwachsene Vorschläge machen lassen will, wie das Erdklima gerettet werden könnte: "Was schlagen sie vor? Wie könnten Wege aussehen?" Wenn das 1960 jemand gemacht hätte, hätte man ihn höflich, aber bestimmt gefragt, ob er noch ganz dicht ist.
Gut, könnte man sagen, wir haben uns weiterentwickelt, sind weltoffener und toleranter geworden. Nur: Wäre 1960 eine Gorch Fock möglich gewesen: Instandsetzung sollte erst 10, dann 75, dann 135 Millionen Euro kosten. Ende offen. Berliner Flughafen: Seit 12 Jahren nicht fertig, jetzt noch 11.519 TÜV-Mängel; Deutschlands Straßen wie in der DDR und geistig Behinderte, die auch künftig politisch wählen dürfen können sollen. Und es gäbe noch viel, viel mehr. Was es aber 1960, nicht gab und auch nicht denkbar war, waren Gutmenschen, wie wir sie auch in Villmar haben.

Wirklich zu erklären ist das alles rational nicht mehr. Und junge Menschen, die das Ganze nicht vergleichen können, denken womöglich das wäre alles normal. Kommentare wie diesen suchen Sie im Mainstream vergebens.

Alles normal, wir können damit leben. Und: Was willst du denn, uns geht es doch gut! Tatsächlich?

In gewisser Weise haben sie damit sogar Recht, weil es funktioniert, wie der Trubel gerade um das Kind, das den Papst berät und der es bat, für ihn zu beten. So normal, wie die Kinderkreuzzüge auch normal waren. Wie die ausgegangen sind, ist bekannt. Genau so wird die Entwicklung bei uns, Europa und den USA auch ausgehen. So sicher, wie der Apfel immer von oben nach unten fällt. Auch, wenn in Berlin, Brüssel oder New York mit überwältigender Mehrheit etwas anderes beschlossen werden sollte.