Collage:VN
09.02.2020
Weidel
hat Schützenhilfe von der Tagesschau


„AfD-Landesvorstand - Weidel tritt in Baden-Württemberg an“ schon in der Überschrift wird Dirk Spaniel bewußt nicht erwähnt vom Regierungssender. Der Grund ist klar. Denn schon im ersten Satz wird der Popanz bemüht: Dirk Spaniel wird mit dem „radikalen“ "Flügel" kontaminiert, der schon längst enteiert und dessen „Macht“ ein Chimäre ist. Aber es wirkt und die Tagesschau erzählt nicht etwas von der Spendenaffäre um Alice Weidel sondern davon, dass der Bundesvorstand derzeit Ordnungsmaßnahmen gegen Dirk Spaniel prüfe, weil er auf einer „rechten“ Demonstration vor dem SWR in Baden-Baden aufgetreten sei.
Da sind sich der Staatssender mit den Herren der Bundesvorstandspitze offensichtlich ganz einig, wen sie haben wollen und wen nicht. Gut und Böse kämpfen miteinander: „Es kämpfen - wie vielerorts in der Partei - eher gemäßigte Kräfte gegen radikal rechte Parteimitglieder, die dem "Flügel" um den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke nahestehen.“ so das Sprachrohr der Merkel-Politik in der Hoffnung, dass viele Delegierte zusammenzucken.
Das kaschiert auch nicht die nur scheinbare Gnade des Senders, Spaniels Kritik an Weidel, gemeinsam mit Martin Hess anzutreten, wiederzugeben: Es sei interessant, so Spaniel, dass "jemand den Anspruch hat, Grabenkämpfe zu beenden, und dann mit Leuten antritt, die daran vor allem beteiligt waren."
Bleibt nur zu hoffen, dass den Delegierten in Baden-Württemberg auffällt, was gespielt wird.