18.04.2019 
Wenn sich Ideologie und Realität nicht decken, muss die Realität falsch sein.
Realitätsverweigerer übernehmen in Deutschland die Deutungshoheit

Bei dem Hype um unser Klima scheut sich mittlerweile weder Wissenschaft noch Politik selbst Kinder und Jugendliche zur Erreichung ihrer irrationalen Ziele zu instrumentalisieren. Wohin dies führen kann, sollte uns aus unserer jüngsten Geschichte in den Zeiten des Nationalsozialismus, aber auch danach im ehemals anderen Teil Deutschlands, noch deutlich in Erinnerung sein.
Um es voran zu stellen, ich „leugne“ bestimmt nicht den Klimawandel, ich habe lediglich erhebliche Zweifel daran, dass die momentane Erwärmung (am Ende einer kleinen Eiszeit übrigens) „menschgemacht“ ist. Wirklich überzeugt bin ich allerdings davon, dass Windräder, Solaranlagen und Elektroautos keinen Deut dazu beitragen können, dass Klima auch nur andeutungsweise zu verändern.
Die Erkenntnis, dass nachts die Sonne nicht scheint und Windräder bei Flaute keinen Strom produzieren, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, obwohl man bei mach einer Argumentation auch daran berechtigte Zweifel haben darf.
Ideologisch geprägte verwirrte Weltenretter verabschieden Maßnahmen ohne Lösungen zu haben und verschließen sich den Realitäten.
Wir schalten Atomkraftwerke ab und wollen auch unsere Kohlekraftwerke stilllegen, ohne auch nur irgendeinen grundlastfähigen Ersatz dafür zu haben. Wir wollen den Verbrauch von LKW um 30% und den von PKW auf 2,6l/100km reduzieren ohne irgendeine Idee zu haben, wie das funktionieren soll.
Hier werden „Stellvertreterkriege“ geführt, wie man es am Beispiel E-Mobilität deutlich machen kann.
Für 16 Prozent des menschgemachten Kohlendioxidausstoßes ist der Autoverkehr verantwortlich; weltweit gibt es ca. 850 Millionen PKW. Fünfzehn der 330 größten Containerschiffe produzierten so viel Schadstoffe wie 750 Millionen Autos. Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffen tragen auch nicht unerhebliche Anteile bei.
Eine Million Elektrofahrzeuge sollten bis 2020 in Deutschland auf den Straßen sein, so die Visionen einer Kanzlerin mit Physikstudium, welche immer alles vom Ende her denkt. Selbst wenn dieses Ziel erreicht würde, was würde es bewirken? Wer jetzt den Taschenrechner bemüht, kommt zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass dies tatsächlich eine weltweite CO2-Reduzierung von sage und schreibe 0,0189% zur Folge hätte.
Wobei selbst diese „gigantische Einsparung“ mehr als fraglich erscheint, da bei der Herstellung der benötigten Batterien schließlich auch CO2 freigesetzt wird. Das Thema Batterien birgt aber noch ganz andere Stolpersteine. Hierfür werden unter anderem Rohstoffe wie Lithium und Kobalt benötigt, dessen Abbau in Chile (Lithium) und Zentralafrika sowie im Kongo (Kobalt) äußerst umweltunverträglich und oftmals einhergehend mit Kinderarbeit, erfolgt.
Berechnungen von Volkswagen zur Folge, würde der Konzern für seine Produktion von E-Autos rund 130 000 Tonne Kobalt benötigen würde. Die gesamte Weltproduktion liegt derzeit allerdings nur bei rund 125 000 Tonnen. Ungeachtet der Tatsache, dass China sich in Afrika bereits weitgehend die Schürfrechte für Kobalt gesichert hat, braucht es nicht viel Fantasie, um sich bei einer erheblichen Steigerung der Nachfrage, die Auswirkungen auf den Preis vorzustellen.

Ein weiterer Kostentreiber, der dem Individualverkehr endgültig den Garaus machen wird und dabei geht es in Wirklichkeit, wird unser Staat sein. Glaubt denn wirklich einer, dass die Einbrüche der Mineralölsteuer nicht durch eine entsprechende Besteuerung des Stroms zum Aufladen der Batterien kompensiert werden wird?
Schon heute liegen die monatlichen Kosten einschließlich der Rücklagen für eine Neuanschaffung eines Elektroautos erheblich über den Kosten eines vergleichbaren konventionellen Fahrzeugs.
All dies sollte unseren Politikern wohl bekannt sein und ist es wohl auch. Dennoch folgt ihr Handeln abseits jeglicher Realität, also bitte nicht mit Fakten stören.
Während unsere Politelite über Lastenfahrräder, Radschnellwege und Autobahnen mit Oberleitungen sinniert, Grüne und Grüninnen die Mühen einer 41.000 Kilometer weiten Flugreise auf sich nehmen um die Folgen des Klimawandels auf den Fidschi-Inseln in Erfahrung zu bringen, wünsche ich ein frohes Osterfest bei hoffentlich warmen Temperaturen und Sonnenschein.


Wolfgang Nawroth
BI Wind-Wahn
Villmar/Runkel