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.05.2019

Radikallösung für Umbau der AfD in der Pipeline
Mitgliederverluste von 15 % sollen einkalkuliert sein

Wir berichteten von Anhaltspunkten, dass der laufende Umbauprozess nach der EU-Wahl verstärkt fortgesetzt und nicht nur „wenige Einzelfälle“ bereinigt werden, sondern Patrioten, viele davon im „Flügel“ organisiert, aus der AfD entfernt werden sollen, um möglichst schnell koalitionsfähig zu werden. Hierfür müsse man angeblich keine bisherigen Positionen der Partei räumen, was allerdings der Quadratur der Kreises entspräche.

Nun verdichten sich Hinweise, dass noch vor den Wahlen im Herbst der Umbauprozess abgeschlossen werden soll. Dafür nehme man 15% Mitgliederverlust insgesamt zunächst in Kauf. Der Prozess sei organisiert und eingebettet. Er stelle die Schnittmenge unterschiedlicher Interessengruppen sowohl in, als auch außerhalb der AfD dar, heißt es. Zur Zeit würden verschiedene zielführende Szenarien erörtert. Eine Begründung, warum man sich vom Flügel unbedingt trennen müsse, scheint allerdings sehr bizarr.
Noch vor einem Jahr hätten wir das als völlig absurd und nicht vermittelbar, abgelehnt. Heute halten wir es für möglich, dass man diese krude These genauso tatsächlich vermitteln könnte, ein entsprechendes Szenario vorausgesetzt.
Da die AfD mittlerweile eine politische Wichtigkeit mit ihren 6 Millionen Wählern darstellt, die in ihrem Anspruch vor der Wahl, wenn er denn durchgezogen würde, ein „Weiter so“ Deutschlands tatsächlich zumindest behindern könnte, dürften, von der Gestaltung her, Anwendungsmitteln zur Durchsetzung kaum Grenzen gesetzt sein. Dies könnte Erklärung für das unerklärliche Verhalten zumindest eines Bundesvorstands- Mitgliedes sein, was sich mit Informationen, die in diese Richtung gehen deckt. Dies gilt es zu bedenken, bei künftig ähnlichem Verhalten von Schlüsselpersonen, die bislang als Patrioten galten.
Für das Ganze Szenario spricht auch der konzertierte Umgang mit der Rede von Marc Jongen, die in normalen Zeiten ganz sicher einen medialen Groß-Skandal ausgelöst hätte. In der Politik gibt es keine Zufälle, zumindest nicht auf dieser Ebene. Allerdings zeigt letzteres Beispiel auch, dass die Bundestagsfraktion operativ nicht eingebunden zu sein scheint.