29.01.2020  16:15
Politkrimi
.... und der hessische Landesvorstand lässt alles liegen

Für einen politischen Thriller sorgt gerade der hessische AfD- Landesvorstand. Einem Mitglied von ihm wird vom AfD- Bundesvorstand vorgeworfen, bei der gescheiterten Wahl der AfD- Bundestagsabgeordneten Mariana Harder-Kühnel zur Bundestagsvizepräsidentin durch eine gezielte Falschinformation an die Presse, zeitlich so abgestimmt, dass der Artikel kurz vor Abstimmung im Bundestag verteilt werden konnte, womöglich zur AfD- Niederlage beigetragen zu haben. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll es sogar einen einstimmigen Beschluss des AfD-Bundesvorstands geben, den Mann zu feuern. Der hessische Landesvorstand habe aber alles liegen gelassen, so dass der Bundesvorstand höchstselbst den Vorgang noch fristgerecht beim hessischen Landesschiedsgericht habe einbringen müssen. Ein drehbuchreifer Vorgang, zu dem auch gehört, dass diese Story, obwohl mit bundespolitischen Bezug, vom Mainstream völlig verschwiegen wird. Es wird seinen Grund haben. Warum? Mariana Hader-Kühnel gilt als "blockfreie" Politikerin. Sie ist weder dem "Flügel" noch der "Alternativen Mitte" (AM) zuzuordnen, die eher in der Gnade der Medien steht.

Ging  es um Karriere oder Richtung?

Das Amt des Vize ist gut ausgestattet und kann schon daher Begehrlichkeiten erwecken. So steht der Vizepräsidentin während der Amtszeit u.a. zusätzlich zu ihrer Abgeordnetendiät noch einmal die Hälfte der Diät als Amtszulage zu, ein Dienstwagen, zwei Mitarbeiter für das Vorzimmer und ein Referent und nach Abwahl bis zu vier Jahren ein Büro samt Mitarbeitern zu.
Allerdings könnten auch strategische Machspielchen im Zuge des Richtungsstreites innerhalb der AfD eine Rolle spielen, dafür könnte das Verhalten des hessischen Landesvorstandes sprechen.