30.10.2019
Bild VN  Björn Höcke und Jörg Meuthen

AfD: Fällt das patriotische Lager?

„Ich habe ein großes, ein wichtiges Thema leider in einer Bierzeltrede vergeigt”, sagte Björn Höcke schon 2017 auf dem Landesparteitag in Arnstadt. Gleiches sagte er gerade den unverhohlen links-grünen Haltungs-Journalisten auf der Pressekonferenz nach der Thüringerwahl, als er, wie zu erwarten war, zu seiner in 2017 in Dresden gehaltenen „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad” -Rede gefragt wurde. Bei der hatte er u.a. beklagt, dass die positiven Elemente der deutschen Geschichte  im Vergleich zum 3. Reich nicht genügend beachtet werden.
Das Ganze wirkt schon unwirklich vor dem Hintergrund der Bundestagsrede von Marc Jongen (AfD) vom 05.04. dieses Jahres zur Erinnerungspolitik, bei der Jongen viel weiter als Höcke ging und Methode, Wirkung und Ziel, den Daseinswillen des deutschen Volkes zu brechen, in aller Öffentlichkeit, bis heute gut dokumentiert, ganz unmissverständlich beschrieb.
Es stellen sich gleich mehrere Frage: Was ist wahr? Warum darf Höcke im Bierzelt nicht das sagen, was Jongen im Bundestag sagte? Und was ist die Position der AfD, in doch dieser so entscheiden Frage, bei der es um nichts Geringeres als das Fortbestehen des deutschen Kulturvolkes gehen soll ?
Ist die AfD noch die Partei, die mit dem Anspruch, den Mut zur Wahrheit!“ Politik machen will? Oder hat sie ihn gerade in der Pressekonferenz, mit Zustimmung des ewig gescholtenen politischen Groß-Teufels Björn Höcke zu Grabe getragen, geopfert auf dem Altar einer erhofften Koalitionsfähigkeit? Oder handelt es sich hier um abgestimmtes,  politisch-taktisches Kalkül aller AfD- Beteiligten?
Gegen Letzteres spricht allerdings der Kampf der „Alternativen Mitte“, die im Gegensatz zum „Flügel“ kaum im Mainstream auftaucht und die die AfD von Patrioten entkernen will.