25.12.2018 15:00 Heute
"König Drosselbart" in der ARD
oder: So geht Volkserziehung

Am ersten Weihnachtsfeiertag, zur besten Sendezeit in der ARD "König Drosselbart", wird genutzt zum politische korrekten Frauenbild für die Kleinen, mit dem deutschen Märchen. Dazu erfinden die Macher einfach eine neue Figur, die Schwester von König Drosselbart (Prinz von Begonien), die taff daherkommt im Pagenschnitt, mit blitzenden Augen besser fechtet, als ihr Bruder, ja diesen sogar beschützt. Ein "Mannweib" des Mittelalters, dass gerne Ritter wäre. Alles frei erfunden zur Volkserziehung, wie auch die Schlüsselszene, in der sie ihren adeligen Bruder fragt: "Was bist du für ein Mensch, verbietest mir, ich selbst zu sein!" Die an die 50 frei wählbaren Geschlechter nach der aktuellen Gender-Ideologie lassen grüßen. Der Clou des Ganzen ist aber, dass den zuschauenden Kindern am Ende beigebracht wird, dass die taffe Schwester die erste Ritterin wird. So geht praktische Volkserziehung, nicht nur seit 2008 (Filmproduktion). Nicht nur Nachrichten, auch Märchen werden zur Volkserziehung genutzt. Die Gender-Ideologie, wonach jeder nach seinem Gefühl zwischen aktuell an die 50 Geschlechter wählen können soll, gab es 2008 noch nicht. Auf die künftigen Verfilmungen der deutschen Märchen darf man gespannt sein.