04.05.2019
Jessica Bießmann, Bild VN


Jessica Bießmann "freigesprochen"
Der Berliner Ober-Spalter wird
trotzdem keine Ruhe geben

Warum COMPACT leider irrt


Die eloquente, patriotische und hübsche Jessica Bießmann, ein politischer Totalgewinn für die AfD, die bei den Berliner Landtagswahlen 2016 mit 29,8 Prozent ihr Mandat direkt gewann, passte nicht in die politische Weltsicht, der Berliner Putztruppe. Mit einem wirklich hirnrissigen Argument von Fotos aus einer fremden Wohnung von vor zehn Jahren mit ihr, wo im Hintergrund irgendwo eine Weinflasche mit einem Hitlerbild abgebildet war, das man suchen musste, um es zu erkennen, wollte man sie aus dem Weg räumen.
Der Berliner Landesvorstand mit bei der Putztruppe ganz oben, hatte ihren Ausschluss betrieben. Der gleiche Pazderski, der gegen Doris von Sayn-Wittgenstein um den Posten des Bundessprechers nicht bestand, die auch gerade vom Landes-Schiedsgericht freigesprochen sofort vom Bundesvorstand durch das Bundesschiedsgericht aus dem Weg geräumt werden soll, wird vermutlich keine Ruhe geben. Es wäre ein Wunder, wenn der Beschluss des Landesschiedsgerichts ins Sachen Bießmann akzeptiert werden würde.
Ebenso wie von Sayn-Wittgenstein ist und war Jessica Bießmann rechtlich tadellos, aber den Umbauern der AfD unter der Führung von Jörg Meuthen ein Dorn im Auge. Genau deshalb steht zu befürchten, dass Jürgen Elsässers  Hoffnung völlig unbegründet ist, wenn er schreibt: "Die Ausschließer-Seilschaft im Bundes- und Landesvorstand hat nun innerhalb von vier Tagen zwei empfindliche Dämpfer erhalten. Man kann nur hoffen, dass jetzt Besinnung einkehrt und die AfD zur alten Geschlossenheit zurückfindet."
Jörg Meuthen, Georg Pazderski und die Junge's in der AfD werden alles daran setzen, ihre Pläne zu realisieren und die AfD "moderat" zu machen, das heißt von allen Patrioten zu entkernen. Es geht nicht um die zwei oder einige Wenige, wie Jörg Meuthen es auf dem letzten BW- Landesparteitag formulierte. Das zeigen alle Aktionen dieser Gruppe, die es inzwischen geschafft haben in den alten Bundesländern, selbst in geschlossenen FB-Gruppen, eine neue politische Korrektheit einzuführen. Es geht um einen kompletten Umbau. "Mut zur Wahrheit!" soll dem Konsens geopfert werden. Deshalb auch keine Reflexion auf die Rede von Marc Jongen vom 05.04. im Bundestag. Sie muss Gift sein für diese Truppe. Sie enthält übrigens u.a. auch den vollen Tenor der verteufelten Höcke- Rede (siehe hier). Das soll niemand aufgefallen sein?
Der mediale Aufschrei unterblieb, weil jede öffentliche Bekanntheit dieser Rede zu kontraproduktiven Prozessen in der Masse führen könnte. Und dieser AfD-Bundesvorstand, majorisiert die AM'ler, macht dies mit. Klarer geht es nicht.
Der einzige im gesamten Bundesvorstand, der die Spaltung aktiv verhindern will, scheint Alexander Gauland. Dafür spricht sein Besuch am 1. Mai in Erfurt, bei dem planmäßig durch die AM-Führung verteufelten Björn Höcke. Hat man von Höcke, Bießmann oder von Wittgenstein jemals etwas Spalterisches gehört? Das scheint des Pudels Kern: Spalter erkennt man ihrer Wirkung. Sie können weiter machen; auch, weil es keine Mitgliederparteitage mehr gibt, die regulieren könnten und ihre Kettenhunde gut installiert sind. Eine Wende in der AfD ist nicht ins Sicht. Hier zum COMPACT- Bericht