16.09.2019 Bild:VN

Höckes mediale Hinrichtung durch ZDF
könnte nach hinten losgehen


Das ZDF hatte in einer hinterhältigen Planung aus einem Buch Björn Höckes, Textstellen wie Versatzstücke, Parteifreunden des Politikers vorgelesen und diese gefragt, ob diese aus „Mein Kampf“ oder von Björn Höcke seien. Geschickt angelegt, wurde Höcke damit und seinen „Verbrechen“, Worte wie „Lebensraum“, die auch von Nazis gebraucht wurden, konfrontiert. Tenor: Warum verwenden Sie Nazi-Jargon? Natürlich war das Interview für eine andere Themenbasis angekündigt und die beabsichtigte mediale Hinrichtung so getarnt worden. Höcke brach dann das Interview ab. Das ZDF stellte dies nun ungeschnitten online, wohl in der Absicht, sein Ziel erreicht zu haben. Das könnte sich allerdings ins Gegenteil verkehren, zumindest bei den Zuschauern, die noch selbst denken und nicht denken lassen. Denn: Unschwer ist die Methode des Hinterhalts und das völlige Desinteresse am inhaltlichen Diskurs durch das ZDF zu erkennen. Aber auch Björn Höcke als Mensch und Opfer, der es selbst im Hinterhalt geschafft hatte, für mitdenkende Zeitgenossen seine Botschaften zu platzieren. Zum Beispiel weil „Stellenmarkierer,“ wie Höcke, sie nennt, wörtlich:
 
„nur unterwegs sind, in dieser Zeit und dieser Republik, um irgendwie etwas zu kontaminieren, was angeblich nicht mehr sagbar ist, das sind doch die, die diese Demokratie beschädigen, mit ihrer Art und Weise Politik zu betreiben, über die Begriffsdefinition, über den Versuch Begriffsherrschaft auszuüben. Ja. Und das ist ein Teil dessen, was wir – auch als AfDler – die Herrschaft der politischen Korrektheit nennen.
Und dieses Land leidet unter der Herrschaft der politischen Korrektheit. Es gibt gewisse Politikfelder, die man nur mit größter Vorsicht betreten kann. Ich nenne hier das Thema Einwanderung, das Thema Islam beispielsweise oder allein das Thema Familienpolitik. Wenn man zum Beispiel eine aktive Familienpolitik favorisiert, und das tun wir als AfD, weil wir seit 40 Jahren zu wenig Kinder in Deutschland auf die Welt bringen, bzw. die Menschen in Deutschland zu wenig Kinder haben, dann wird man ganz schnell in die Familienförderpolitik der Nationalsozialisten eingereiht. Wie absurd ist denn das? Ja? Es geht darum, dass wir eine realistische Lageanalyse machen und dass wir mit einer ergebnisoffenen und tabufreien Diskussion endlich mal die Frage klären, wie wir in Deutschland gemeinsam in Zukunft leben wollen. Und da ist es nicht gut … Da sind wir  nicht gut beraten, wenn wir von vornherein gewisse Begriffe und gewisse Meinungen ausschließen.“

Deshalb ist es noch gar nicht ausgemacht, ob der Hinterhalt Höcke politisch wirklich schadet, oder im Gegenteil: Der Schuss könnte nach hinten losgehen wird. Dies dürfte sicher auch der Grund sein, weshalb der Mainstream das Thema sofort als Angriff nutzte, sich aber lieber aufs Kommentieren beschränkte.
Hier zum ganzen Interview, auch mit Textdokumenation