30.04.2021 10:00
Ein politischer Flop für die Villmarer CDU
mit 5-Jahreswirkung
Von "Dumm gelaufen" kann nicht gesprochen werden


Das hat sich vermutlich die CDU anders vorgestellt. Die Partei, die doch als Wahlsieger mit zwei zusätzlichen Sitzen in der Gemeindevertretung punkten konnte, legt eine glatte Bauchlandung bei den Wahlen zu Schlüsselpositionen hin. Sie bekam nicht nur den Parlament-Vorsitz nicht, sondern auch nicht den 1. Beigeordneten.
12 von 31 Stimmen in der Gemeindevertretung von Villmar ist zwar gut, aber bei weitem nicht die absolute Mehrheit. Doch, so wird erzählt, sei dies den CDU-Strategen scheinbar zu Kopfe gestiegen. Gespräche mit der UFBL wurden nicht geführt und auch gegenüber der SPD sei man auf dem hohen Ross gesessen, heißt es. Die anderen Fraktionen wussten sich zu helfen; was zum Ergebnis führte, dass nun Andreas Städtgen Parlamentschef ist und mit etwas Glück die SPD auch die 1. Beigeordnete stellt.  Von "Dumm gelaufen" kann also nicht gesprochen werden, und es erinnert irgendwie auch an das strategische Unvermögen in der Kirchenpolitik, als Villmar gegenüber Brechen eine Bauchlandung machte. Zufall? Etwas mehr Weitblick, anstatt auf einige Hardliner zu hören, hätte sicher zu einem ganz anderen Ergebnis für die CDU geführt. Ein politischer Flop für die CDU mit 5-Jahreswirkung.
In der Gesamtschau ist Andreas Städtgen allerdings eine gute Wahl für Villmar,
gehört er doch zu den Wenigen, die sowohl über den parteipolitischen Tellerrand  blicken, als auch kreativ denken können.
Kurios: Hatte sich jemand bei der AAV "verwählt"?
Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sich bei der AAV jemand "verwählt" hatte und gestern allen Ernstes, noch während der Auszählung, bei dem Vorsitzenden und der Verwaltung der Versuch unternommen worden sei, den Stimmzettel zurückzuholen.