15.05.2017  Ergebnis von politischer Erpressung
Die Wahrheit über die Eichelberghalle
und warum jetzt ein 2. Bürgerhaus für Aumenau entsteht

Dieser Artikel kommt zu spät. Aber, schon wegen der Übernahme der Deutungshoheit, wonach Aumenau nur eine Sporthalle in der Eichelberghalle habe und deshalb die Bezeichnung 2. Bürgerhaus falsch wäre, rechtfertigt die Enthüllung.


Schön liegt heute der Gebäudekomplex der Eichelberghalle im sonntäglichen Licht. So etwas hat kein Ortsteil Villmars. Auffallend groß, fast pompös für das kleine Aumenau. Und das hatte einen Grund, der bislang nie das Licht der Öffentlichkeit erblickte: Die Größe, Komplexität und Funktion dieser Anlage war das Ergebnis einer politischen Erpressung gewesen: Als es darum ging, dass Aumenau ein angemessenes kleine Bürgerhaus bekommen sollte, haben  Aumenauer SPD-Gemeindevertreter unverhohlen damit gedroht, die damalige SPD-Mehrheit im Villmarer Parlament zu kippen, wenn nicht in Aumenau ein Bürgerhaus und Sporthalle realisiert werden würde. Das war der Grund, für die Mehrzweckhalle "Eichelberghalle Aumenau." Das wissen die neu hinzugezogen, agilen Aumenauer Akteure aus den Fraktionen, die parteiübergreifend knallharte Ortsteil-Politik machen, vor dem Hintergrund der desaströsen Schuldenlage womöglich nicht, ändert aber nichts daran, dass Aumenau nun sein 2. Bürgerhaus erhält.
Auch uns waren diese Zusammenhänge bislang so nicht bekannt. Bei einer früheren Veröffentlichung: Wer weiß, womöglich wäre, gerade weil auch alt eingesessene Aumenauer eine weitere Verschuldung Villmars wegen dieses Luxusprojektes als unverantwortlich ansehen, die Dinge vernünftiger gelaufen. Dass die SPD dies nicht thematisierte, ist nicht richtig im Sinne des Gemeinwohls, aber verständlich. Allein dass diese Vorgeschichte aber  die CDU Villmar bei ihrer Ablehnung nicht verwandt hat, zeigt, wie wenig ihr an einer Verhinderung tatsächlich lag.