20.11.2019 14:30
Wieder einmal: Der verhinderte Leserbrief
 

Am13.11.19 erschien der Artikel "Rekord-Windrad in Hünfelden". Dazu schrieb ich am gleichen Tag einen Leserbrief an die NNP. Der war zu lang und ich sollte ihn kürzen, was ich bis auf 1920 Anschläge gemacht hatte. Der Leserbrief wurde nicht veröffentlicht, denn schließlich darf man ja keine "schlafende Hunde" wecken!- So etwas nennt man dann zur Recht "Lückenpresse", so Winfried Klein. Hier nun also der verhinderte Leserbrief, natürlich in Langform

Wegen dem bundesweiten erheblichen Widerstand gegen den Bau weiterer Windkraftanlagen, hat die Bundesregierung kürzlich beschlossen, weit weniger als bisher die Belange der Menschen und des Natur- und Artenschutzes zu berücksichtigen. Die leider ahnungslosen Politiker glauben doch tatsächlich, man könnte mit der volatilen Windkraft, die zu etwa 80 Prozent der 8760 Jahresstunden keinen Strom liefern, bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kohle und Kernenergie, einen Industriestaat wie Deutschland mit elektrischer Energie versorgen. Deswegen müssen die Anlagen, die heute noch viel höher, lärmintensiver (Infraschall!), artenschutzfeindlicher und Immobilien entwertender sind, auch viel näher an die Menschen herangerückt werden.
Ich kann nur allen noch windkraftfreundlichen Menschen raten, sich im Internet unbedingt schlau zu machen und sie werden ihre noch wohlwollende Meinung schnell und radikal ändern.
Ich möchte aber hier auf eine Sache eingehen, die in unserem Kreis (und anderswo in D.) seit etwa 6 Jahren zu beobachten ist:
So ist es in diesen Jahren immer häufiger vorgekommen, dass bei lokalen Starkregenereignissen bis zu 70 Liter/Quadratmeter Regen gefallen sind. Ich kann mich nicht erinnern, dass es so etwas früher gegeben hat.
So sind z.B. in Villmar, Münster, Aumenau, Langhecke, Weinbach und weiteren Gemeinden im Kreis und darüber hinaus Hänge und Bäche in reisende Fluten verwandelt und die Anwohner enorm durch Schäden an Häusern und Grundstücken geschädigt worden. Der Aumenauer Bahnhof stand z.B. mindestens 3 Mal in der genannten Zeit unter Wasser. Woher kommt so etwas?
Windkraftanlagen mit Leistung von bis zu 5 MW stehen in Windparks oder kleinen Gruppen beieinander. Ihre Aufgabe ist, in bis zu 220 Meter Nabenhöhe mit Rotoren von 120 Metern Durchmessern den gerade herrschenden Wind in elektrische Leistung umzuwandeln. Das bedeutet, dass die gerade die bei Gewitter herrschende hohe Windgeschwindigkeit in einem Windpark mit 5 Anlagen (Pges. bis zu 25 MW) vernichtet wird. So behindern sich auch Windparks gegenseitig oder lenken den Wind in eine andere Richtung, sodass ein Gewitter oft und in Zukunft häufiger auf einem nur kleinen Gebiet abregnet und es zu den lokalen Überschwemmungen kommt. Darüber gibt es bereits zunehmend Beobachtungen und Berichte.
Natürlich werden diese Berichte nicht verbreitet, denn das wäre ja kontraproduktiv zur sogenannten „Energiewende“. Es ist also zu fordern, da die längst in Fachkreisen diskutierte Ursache, durch unabhängige Institute und unabhängige Fachleute unter die Lupe genommen wird! Solange diese Sachlage nicht geklärt ist, sind keine Windkraftanlagen mehr zu genehmigen!
Im übrigen werden wir sehen, dass mit den von Profiteuren und ahnungslosen Politikern gewollten Anlagen kein Staat zu machen ist und wie Sigmar Gabriel schon 2014 bei SMA in Kassel sagte, dass die Energiewende gescheitert sei und sich das Ausland über uns kaputtlache! Er hatte damals schon Recht!

Winfried Klein