26.02.2005  Benefizkonzert vor vollem Haus




Rund 500 Bürger waren gekommen, um das von der  Peter-Paul-Garde veranstaltete Benefizkonzert  mit dem Heeresmusikkorps 300 Koblenz unter Leitung von Hauptmann Zenglein zu hören. Der Chef der Garde, Robert Speier, eröffnete die Veranstaltung. Er begrüßte neben Herrn Landrat Dr. Fluck, der die Schirmherrschaft über das 25jährige Jubiläum der Peter-Paul-Garde übernommen hat, und Herrn Bürgermeister Hepp auch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Herrn  Arnold-Richard Lenz. Einen besonderen Gruß richtete er an Frau Dr. Michel-Behnke vom Kinder-Herz-Zentrum Gießen, zu dessen Gunsten das Konzert veranstaltet wurde.  Das Konzert, anlässlich des 25jährigen Bestehens der Garde zeige, so der Garde-Major, dass der Verein nicht nur auf historischen Umzügen und Paraden, sondern auch auf das soziale Engagement Wert lege. Danach sprach Bürgermeister Hepp. In seiner Rede dankte er Hauptmann Zenglein und überreichte ein Erinnerungs- Präsent der Gemeinde Villmar. Im Anschluss hieran bedankte sich die Vertreterin der Kinderherzklinik. Sie sei gerne in Villmar. In ihrer Rede wies sie besonders auf die Notwenigkeit solcher Veranstaltungen vor dem Hintergrund der leeren öffentlichen Kassen hin.  Dann gab ein äußert redegewandter Hauptmann Zenglein einen Überblick über das, was die Zuhörer zu erwarten hatten. Und das hatte es in sich.

Anspruchsvolle, brillante Darbietung
Hauptmann Zenglein, auch ein begabter Conferencier,  brachte den Zuhörern vor jeder Darbietung in lockerer und anschaulicher Weise die Hintergründe der einzelnen Werke nah. Da erfuhr man zum Beispiel bei dem Stück  "Fete-Dieu a` Seville", dass hier ein spanischer Fronleichnamstag  musikalisch verarbeitet wurde. Dabei wurden die einzelnen Tagesabschnitte entsprechend dargestellt, die auch ein ekstatisches Fest am Ende beschrieben. Das Programm war in der Tat weltumspannend, was die Herkunft der Musik anging. Das Dargebotene umfasste traditionell eher Bekanntes wie den "Schwedischen Reitermarsch" und  "Eherne Wehr" genauso wie "Star Wars Saga", "Birldland" und "Saturday Night Fever" ohne jedoch in die übliche seichte Unterhaltung abzugleiten. Bei "Saturday Night Fever" gingen zwei junge Orchestermitglieder gesanglich voll aus sich heraus und vor die Bühne.  Damit stellten sie ein Pendant zu anderen Einzeleinlagen von Musikern im Bereich von dargebotenen Jazzstücken.

Das Programm, eine Premiere, wurde vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht. Von daher auch durchaus ein erfolgreicher Testfall für das Heeresmusikkorps im Hinblick darauf, was "ankam".  Nach 13 Musikstücken, gegen 22.30 Uhr war das Programmende erreicht und Major Speier überreichte Hauptmann Zenglein als kleines Dankeschön das Villmarer Wappen aus heimischem Marmor. Ein nicht aufhören wollender  Applaus forderte seinen Attribut: Als Zugabe wurde "Oh, Du wunderschöner Deutscher Rhein" intoniert, was für viele Anlass zum begeisterten Mitklatschen war. Das Publikum wollte offensichtlich noch mehr und der daraufhin anhaltende Applaus ruhte erst, als die "Alte Kameraden" beehrt wurden. Danach nützte dann auch weiterer Applaus nichts mehr, denn einmal musste Schluss sein.

Alles in Allem eine hervorragend gelungene Veranstaltung und großes Lob, wohin man hörte. Die Spendensumme war zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.




30.03.2005


Peter-Paul-Garde Villmar überreicht Stiftungs-Scheck für
Kinder-Herz-Zentrum Gießen

Der Vorsitzende der Peter-Paul-Garde Villmar, Robert Speier  und der 2. Vorsitzende Wolfgang Müller überreichten gestern Prof. Dr. D. Schranz im  Kinder-Herz-Zentrum in Gießen den Reinerlös des Benefizkonzertes vom 25.02.2005. Für das Konzert konnte das Heeresmusikkorps 300 Koblenz gewonnen werden; mit ein Grund, dass die Veranstaltung ausverkauft war und Prof. Dr. D. Schranz ein Scheck  in Höhe von 3000 Euro übereicht werden konnte.

Robert Speier stellte bei der Übergabe heraus, dass der Traditionsverein sein Herz für Kinder nicht nur in dieser Benefizveranstaltung realisierte. Am 02. und 03.07. dieses Jahres werden Traditionsveranstaltungen folgen, bei denen ebenfalls das "Spendenherz" (Bildmitte) zugunsten des Kinder-Herz-Zentrum  Gießen aufgestellt sein wird. Er, so Speier, wolle auch keinen Hehl daraus machen, dass die Initialzündung für die  Spenden-Adresse seine Enkelin Carolin Brast sei (Bild-Mitte). Ihr rettete das Kinderherzzentrum seinerzeit das Leben. Speier nutzte die Gelegenheit, um nochmals allen Helfern des Benefizkonzertes zu danken, ohne deren Hilfe dieser Erfolg nicht möglich gewesen sei. Dies gelte auch für die Spender, die beachtliche Beträge in das "Spendenherz" geworfen haben.


Bei seinem Dank wies Prof. Dr. D. Schranz daraufhin, dass ihm noch wichtiger als das Geld die Tatsache sei, dass so viele Menschen das Kinder-Herz-Zentrum  unterstützt hätten. Dies sei ermutigend, auch für Nachfolgeveranstaltungen solcher Art.

Bild, von rechts nach links: Wolfgang Müller, Robert Speier, Carolin Brast, Prof. Dr. D. Schranz, Carolins Mutter