12.05.2019
AfD: 6 EU-Spitzen- Kandidaten verzichteten
auf Absingen der deutschen Nationalhymne


Die einen singen alle drei Strophen des Deutschlandliedes, die anderen singen es gar nicht, - beides in Greding.
Nachdem am süddeutschen Flügeltreffen, weil der Tontechniker die falsche Taste gedrückt hatte, bei vollem Saal in Greding alle drei Strophen des "Liedes der Deutschen" gesungen wurde, was als "politisch unklug" innerhalb der Partei und außerhalb zu Hetzartikeln führte, hat nun, ebenfalls in Greding, beim Bockbierfest der AFD als Wahlkampfveranstaltung wieder ein neuer Fauxpas stattgefunden?
Gleich sechs hochkarätige EU-Kandidaten, allesamt der Alternativen Mitte zuzuordnen oder zumindest affin: Beatrix von Storch, Nicolaus Fest, Sylvia Limmer, Markus Buchheit, Rainer Rothfuß und Dr. Christoph Birghan, reklamierten nicht, dass die offizielle Deutsche Nationalhymne, obwohl sie ausdrücklich vorher angesagt wurde, am Ende doch nicht (!) gesungen wurde. Das Ganze auch noch eingebettet in einem schon peinlichen Szenario: Alle erheben sich, es ist mucksmäuschenstill und es passiert eine gefühlte Ewigkeit nichts. Dann kommt die Bayern-Hymne. Das war es. Größer können Unterschiede zum „Flügel“ nicht sein. Der Vorgang wäre bei jeder anderen Partei egal,-  bei der AfD auch?

Die Liebe zum Eigenen ist unverzichtbar
Der Fressprozess scheint schon im Gange

FDP-Mann Kubicki äußerte kürzlich in der "Welt": "Nach fast 30 Jahren im Parlament weiß ich: Das parlamentarische System wird sie über kurz oder lang domestizieren und schließlich auffressen“. Nur die aufrechte Liebe zum Eigenen, Land, Kultur, Menschen, Sitten und Gebräuche immunisiert genau dagegen, dass Kubicki Recht behält. Nur Patrioten mit der ehrlichen Liebe im Herzen, können das, was Alexander Gauland als "Wir holen uns unser Land und Volk zurück" formulierte, leisten. Der Fressprozess, den Kubicki beschreibt, scheint schon in vollem Gange. Es geht gar nicht um das Deutschlandlied, sondern um die Liebe zum Eigenen, die sich zwangsläufig auch in der Geisteshaltung äußert.
Unabhängig davon ist die Argumentation der Kandidaten interessant, vor allem zur Frage, ob überhaupt noch eine Wende in der EU möglich sei, unbedingt sehenswert.

Technischer Hinweis:
Zwar wurde der Ton zum Schluss im Video fast auf Null abgesenkt, wir haben aber den Clip zur Sicherheit herunter geladen und den Ton nachträglich verstärkt: Definitiv nur die Bayern-Hymne wurde zweifelsfrei gespielt, an deren Ende der Conferencier noch zu erkennen ist, wie er sich an die Kandidaten wendet, das hätte man schneiden müssen, um zu kaschieren.