28.07.2020  17:30   Wolfs-Reißzähne, deutlich am Abstand in der Biss-Spur zu erkennen: 4,2 cm

"Tote Kälber in Villmar und Würges zeigen keine Spuren von Wolf "
oder der Niedergang des Qualitäts- Journalismus in einer Zeile


Was heute in 2 Minuten Lesezeit im WT oder "Mittehessen" daherkommt, steht anschaulich für den Haltungs- Journalismus, selbst bei der hessischen "Wolfspolitik". Zu blöde  nur, dass bei dem gerissen Kalb der Wolfssachverständige den Abstand der Fangzähne des Wolfes durch die Einbisse in der Keulenhaut (Bild) festgestellt hat.. Abstände von 4, 2 cm, das schafft kein Fuchs. Das Rissbild mit den bis zu den Wirbelkörpern abgebissenen Rippen ist ebenfalls typisch. Aber unabhängig davon: Füchse reißen keine Kälber, so wie Lahn nicht bergauf fließt. Aber das Ganze passt überhaupt nicht in die derzeitige hessische politische Landschaft und  wir schrieben schon am 05.06.2020 zu dem Fall: "Wie ein  Sachverständiger mitteilte, wandern die bei uns im Hochwald auch durch eindeutige Trittsiegel bestätigten Wölfe vom Westerwald ein auf der Suche nach einem Paarungspartner. Die Politik, aber auch die Presse scheint an dem Fall nicht sonderlich interessiert zu sein. Es passt scheinbar nicht ins Bild. Auch die Stadt Bad Camberg dürfte vermutlich nicht an einem Wolfsnachweis, schon wegen der Kurgäste, nicht interessiert sein. Die Presse weiß von diesen Fällen. Man wird sehen, wie nah wir schon an einer Art "Gleichschaltung" sind: Ob und wenn ja, was, berichtet wird." Nun hat das WT grade anschaulich den Beweis geliefert und natürlich hat es nicht bei den Geschädigten nachgefragt, sonst hätte der Artikel ja nicht so geschrieben werden können. Und natürlich weiß man auch in den Radaktionsstuben, dass Füchse, auch in Hessen, keine Kälber reißen.

Was politisch nicht sein soll, darf nicht sein.

Gleichzeitig spart man natürlich auch eine potentielle Entschädigung

Der Wert eines schwarzbunten Bullenkalbes ist z. Zt. 25,-€, weil der spätere Fleischerlös geringer ist als die Futterkosten bis dahin. In  Falle des Risses in Villmar ist dies anders, der Wert beträgt, wenn das Kalb von der Mutterkuh entwöhnt ist, um die 1500,-€. Wenn der DNA Nachweis nicht gelingt, wie im vorliegenden Fall,  bleibt der Tierhalter auf dem Schaden sitzen, auch wenn der Sachverständige, Augenschein und gesunde Menschenverstand etwas anderes sagen. Genau das jetzige Ergebnis wurde übrigens von dem Geschädigten befürchtet: Man nimmt einfach die Fuchs-DNA vom Nachnutzer und die Wolfs-DNA findet man nicht.