08.09.2021  11:45 "Windpark" Runkel/Villmar

Kritik an BUND und Gutachterin,- notfalls Gegengutachten /Klage
nicht ohne Grund hatte schon ein Investor Abstand vom Windpark bei Runkel  genommen

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) und heimische BI  Windwahn Villmar/Runkel haben sich heute mit einer gemeinsamer Presserklärung an die Öffentlichkeit und Mandatsträger von Runkel und Villmar gewandt.
Auslöser ist die Berichterstattung  in der NNP  „Ein kritischer Standort für Windenergie“ und WT „Runkeler informieren sich über Windkraft. Darin sieht sich neben dem Investor, auch der BUND einer fundiert Kritik unterzogen: "Es sollte doch eigentlich selbstverständlich sein dass ein „Naturschutzverband“ über Vorkommen geschützter Vogelarten Kenntnis hat. Dies ist letztlich unerläßlich für die Beurteilung, ob dort eine „Windfarm“ genehmigungsfähig ist." Verwundert nehme man daher zur Kenntnis, dass der BUND  nicht wussten, dass der Wespenbussard im fraglichen Gebiet  Brutvogel ist. Erstaunlich sei auch, dass von der Gutachterin geäußert wurde, „noch kein erhöhtes Tötungsrisiko“ festgestellt zu haben. "Eine solche Aussage vor dem Hintergrund, dass eindeutig ein Dichtezentrums des Rotmilans vorhanden ist, kann nur schwerlich nachvollzogen werden." Immerhin habe der Projektleiter vermutlich begriffen, dass die gesamte fragliche Fläche„ein kritischer Standort für die Windenergieanlagen“ sei; genau aus diesen Gründen habe der ehemalige Projektierer „Naturwerke“ seinerzeit weitere Planungen aufgegeben. Die HGON hatte schon vor Jahren eine Bestandserhebungen der Avifauna dort durchgeführt die Vorkommen des Rotmilans, Mäusebussards, Wespenbussards, Baumfalken sowie des Schwarzstorchs als Brutvögel nachgewiesen haben. Auch wurden geschützte Arten von Fledermäusen wurden festgestellt.
"Sollte das Gutachten tatsächlich zu dem Ergebnis kommen, dass kein erhöhtes Tötungsrisiko besteht bzw. dieses durch Abschaltzeiten ausgeschlossen werden kann, wird Notfalls ein Gericht unter Einbeziehung eines eigenen Gutachtens über die Zulässigkeit des Vorhabens entscheiden müssen. Unter Berücksichtigung des jüngsten Urteils des europäischen Gerichtshofs bedeutet nämlich ein erhöhtes Tötungsrisiko, auch nur für ein einzelnes, geschütztes Individuum, das Aus für eine Genehmigung" sind sich Dieter Stahl von der HGON und Wolfgang Nawroth von der heimischen BI einig.