25.09.2015 15:30
Windkraft in Villmar: Vernunft setzte sich gestern im Parlament durch

Wer Tourismus will, kann nicht für eine Verspargelung der Landschaft sein. Es gibt viele Gründe, warum man in Villmar die Riesenräder besser nicht in unserer Landschaft hat. Gestern, bei der Gemeindevertretersitzung, ging es um die Position der Gemeinde Villmar im Rahmen der Planung des RP.
Hier hatte die UFBL als einzige Fraktion inhaltliche Vorarbeit geleistet, heißt es. Es ging um rechtliche Bedenken, die im Rahmen in einer Anhörung eingebracht werden sollen. Dazu hatte das RP ausdrücklich aufgerufen. Jürgen Schmidt, Fraktionsvorsitzender der UFBL (Bild), plädierte dafür, die rechtlichen Bedenken gegen die Ausweisung der Flächen  gegenüber dem RP zu artikulieren und stellte klar, dass dies de facto keine grundsätzliche Entscheidung pro oder contra Windkraft sei. Und zwar alle Bedenken, die der Gemeinde bekannt sei

Dazu habe Gemeindevertreter Ulrich Pohl (SPD) eine krude Position abgegeben, heißt es: Er sah keinen Anlass, in der Stellungnahme auf die avifaunistische Situation hinzuweisen, da diese durch das RP ja ohnehin im Genehmigungsverfahren geprüft würden. Sinngemäß: Das RP hätte ja Gebietssteckbriefe erstellt und da sei dies ja bereits aufgeführt. Er bezweifelte weiterhin, dass durch eine Stellungnahme tatsächlich Einfluss auf die Ausweisung von Vorrangflächen genommen werden könnte. Zu Ende gedacht würde dies eigentlich das komplette Beteiligungsverfahren als überflüssig darstellen.

Dem widersprach Arnold-Richard Lenz dahingehend, dass er anführte, die Stellungnahme der Gemeinde zur ersten Offenlegung habe sehr wohl dazu geführt, dass Flächen herausgenommen bzw. reduziert worden seien. Die Windenergie so Lenz, stelle einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur da. Er führte aus, dass Erkenntnisse, welche der Gemeinde (Schwarzstorch) vorliegen dem RP nicht nur mitgeteilt werden, sondern sogar mitgeteilt werden "müssen". Die Verwaltung werde die von
Jürgen Schmidt eingebrachten Fakten substantiell in die Stellungnahme der Gemeinde einarbeiten.
Zum Schluss setzte sich die Vernunft durch: Die Bitte von Gemeindevertreter Ludger Behr (CDU) an den Gemeindevorstand, eine Stellungnahme unter Einbeziehung der Argumente von Schmidt abzugeben wird nun umgesetzt, heiß es. (wk)