17.03.2016
Verharmlost die Landesregierung Gefahren durch Infraschall?
Mit E-Mail vom 15. Dezember 2015 wurde durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) an alle Kommunen in Hessen, so auch an die Verwaltung des Marktfleckens Villmar, das Faltblatt „Windenergie und Infraschall" übersandt.

Der Inhalt dieses Faltblatts soll den Eindruck erwecken, dass keine gesundheitlichen Gefahren von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohnhäusern ausgehen und enthält leider unvollständige und unrichtige Informationen zum Thema Infraschall.

Durch den Landesverband Vernunftkraft Hessen e.V. wurde daraufhin eine Gegendarstellung verfasst und ebenfalls an alle Kommunen in Hessen versandt.

 Wer sich kritisch mit der Thematik auseinanderzusetzen möchte, um sich abschließend ein eigenes Urteil bilden zu können, findet in dieser Gegendarstellung umfassende Informationen zu möglichen Gesundheitsgefährdungen durch Infraschall.

 Zu der Frage, ob Windkraft krank macht, kommt eine von der niedersächsischen Landesregierung eingesetzte Kommission (Methoden und Qualitätssicherung in der Umweltmedizin) u.a. zu dem Schluss, dass nur wenige gesicherte Erkenntnisse über Auftreten und Wirkung von tieffrequentem Schall vorliegen und somit „derzeit anhand der nur begrenzt verfügbaren Erkenntnisse nicht ausreichend abzuschätzen (ist), welche und wie viele Personengruppen durch tieffrequenten Schall besonders betroffen sind“.

Nach dem die Frage, ob Infraschall-Emissionen von Windkraftanlagen gesundheitliche  Schäden bei Anwohnern verursachen können am 16.12.2014 in Wiesbaden im Auftrag des hessischen Energie- und Wirtschaftsministerium  unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einem INFRASCHALL-Experten-Hearing erörtert wurde und im Anschluss in der Versenkung verschwunden ist hat der Regionalverband Taunus – Windkraft mit Vernunft – Verfassungsbeschwerde eingereicht.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Nawroth

 

Bürgerinitiative Wind-Wahn

Villmar/Runkel

BI.villmar-runkel@t-online.de

www.bi-wind-wahn.de