11.05.2020 18:30
Ein neuer Erklärungsansatz der Starkregenereignisse

von Winfried Klein

Wieder gab es gestern (10. Mai) Ca. 16.00 Uhr wieder ein lokales starkes Gewitter! Auch in Runkel/Villmar zogen schwarze Wolken auf und es donnerte in schneller Folge und ziemlich laut.
Es war kaum Wind und lediglich als man dachte es geht jetzt auch hier in Runkel los, da waren die Wolken plötzlich nur noch grau und weg war das Gewitter! Ich beobachtete genau die Richtung in die es zog, etwa von Dehrn kommend so etwa in Richtung Runkel und Wirbelau und es war – bis auf einen kurzen Augenblick - fast kein Wind.
Ich möchte mal eine Frage in den Raum stellen und einmal alle Menschen, die noch eigenständig denken können, mal animieren zum Nachdenken in die nicht allzu ferne Vergangenheit: Seit wann gibt es solche „lokalen Starkregenereignisse“ bei denen auf relativ kleiner Fläche 50 bis 80 (90) Liter Regen auf 1 m2 herunterfallen und riesige Überschwemmungen immense Schäden anrichten?
Hat es sowas früher – ich meine vor 10, 20 oder 40, 50 Jahren, wo ich selbst zurückdenken kann, auch gegeben? Nein – mir sich solche starken lokalen Gewitterregen nicht bekannt. Natürlich hat es schon immer starke Gewitterregen gegeben, aber die Regenmengen haben sich über unseren Landkreis hinaus herunter geregnet! Der Aumenauer Bahnhof stand in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Mal unter Wasser. In Langhecke gab es 2018 einen enormen Starkregen, dass sogar der Leistenbach (Dernbach) aussah, als käme die Lahn von Langhecke durch das Tal geflossen und unsere Lachszucht in Aumenau und die seitliche gelegene hohe Straße sehr stark betroffen war, die bis kürzlich repariert wurde. Weiter gab es solche Starkregen in den letzten Jahren mit 80 l/m2 z.B. in Weinbach, Weilmünster, in Selters, Hünfelden und die Zeitungen berichteten aktuell immer noch darüber als auch über unglaublich teure Reparaturmaßnahmen, die noch nicht alle abgeschlossen sind.

Warum gibt es solche lokalen, kleinräumigen Starkregenereignisse plötzlich heute?

Ich habe schon länger über die Ursachen nachgedacht und habe kürzlich eine Veröffentlichung auf der Homepage des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesystem (IWES) in Bremerhaven gefunden, dass sich auch offshore Windenergieanlagen (WEA)

  • gegenseitig behindern,

  • den Wind abgraben oder den Wind ablenken.

Darüber hinaus werden auch in onshore (an Land) Windparks z.B. mit fünf je 5 MW- Windkraftanlagen immerhin 25 MW (25.000 kW) Strom erzeugt und damit Wind in großer Menge vernichtet. Darüber hinaus werden Windströmungen abgelenkt und behindern Anlagen in anderen Windparks. Durch Staueffekte sinkt auch die Windgeschwindigkeit vor einem Windpark ebenso ab.

Weil der Wind aber lokal vernichtet wird, werden Gewitter nicht mehr vertrieben


und regnen sich auf kleinen Flächen aus, sodass es zu riesigen lokalen Überschwemmungen mit reisenden Fluten und großen Schäden kommt. Ein weiteres Phänomen ist, wenn sich ein Gewitter auf kleiner Fläche abregnet auch der Regen nicht mehr weit verteilt wird und irgendwo fehlt! So sterben dann empfindliche, nicht tief wurzelnde Baume, wie z.B. Fichten, schnell ab und werden schnell vom Borkenkäfer befallen. Auch dieses Phänomen kann man erst seit etwa 5-6 Jahren beobachten und geschieht parallel zu den neuerdings immer wieder auftretenden lokalen Starkregenereignissen. Ein Zusammenhang ist unübersehbar! Kein Wort dazu wird von unseren Politikern zu hören sein!
Wer sich nun für solche Phänomene interessiert, der sollte sich einmal die Homepage des IWES anschauen und zwar hier
Auf dieser Homepage wird ihnen dann auch Prof. Dr. Stoevesandt begegnen und über seine Forschungen berichten.
Wie man also sieht funktionieren WEA noch nicht einmal im windreichen Meer und man braucht sich nicht allzu sehr verwundern, wenn die Anlagen an Land bei Abschaffung des bürgerunfreundlichen EEG´s hoffentlich bald zum Wohle der Bürger verschrottet werden

Winfried Klein
Runkel