Bild: Generalsekretär der FDP Hessen, Moritz Promny
 
30.06.2020

Die Corona-Pandemie ist der Nachhilfelehrer für die Defizite in der Bildung!“

Fehlende Endgeräte bei Lehrern und Schülern, zu wenig digitale Vorbereitung und Unterstützung für Lehrkräfte und mangelnde Infrastruktur beim Breitband: Die Corona-Krise hat wie unter einem Brennglas die Versäumnisse der Bildungspolitik der letzten Jahre offengelegt. Über die Probleme und Herausforderungen von Bildungspolitik während und nach der Corona-Krise diskutierten deshalb die Mitglieder der Kreis-FDP mit dem bildungspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Generalsekretär der FDP Hessen, Moritz Promny. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer.
 Die zentrale Frage, die die Teilnehmer des digitalen Austausches bewegte, war wie es weitergehen muss und wie man die Defizite im Bildungssystem schnell beseitigen kann. „Die Corona-Pandemie ist der Nachhilfelehrer für die Defizite, die wir in der Bildung haben“, machte FDP-Bildungspolitiker Promny deutlich.
Im Lehramtsstudium fehle die digitale Komponente noch vollkommen. Denn Medienkompetenz und deren Vermittlung an Schüler, sowie die Didaktik und Pädagogik, die mit digitaler Bildung einhergehe, müsse auch den angehenden Lehrkräften dringend intensiver vermittelt werden. Auch Fortbildungen für die Lehrer, die bereits im Schuldienst sind, seien noch nicht ausreichend vorhanden. Dazu komme, dass die Schulen noch nicht ausreichend technisch ausgestattet und angebunden seien.
Deshalb fordere die FDP die qualitative und quantitative Verbesserung der Ausstattung der Schulen. Die Wege, über die Schulen an Fördermittel kommen, müssten verkürzt und das Lehramtsstudium neu strukturiert werden. Dazu habe die FDP im Landtag bereits vor der Corona-Krise die Aufstockung der Mittel aus dem Digitalpakt gefordert, so Promny. Auch jetzt hat die FDP weitere Vorschläge im Landtag eingebracht. Es scheine aber selbst in Corona-Zeiten noch nicht alle verstanden zu haben, was die Herausforderung sei.
„Es fehlt ein Konzept für das digitale Lernen“ so Promny. Er forderte, dass sich die Landesregierung in den Sommerferien endlich damit befassen möge. Unabhängig davon, wie sich die Corona-Situation entwickle, muss Deutschland hier endlich vorankommen. Für das neue Schuljahr könne kein weiterer Totalausfall von Unterricht erfolgen. „Das geht zu Lasten der Chancen unserer Kinder. Deshalb müssen geeignete Lösungen nun schnell her“, fasste die heimische Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer den Anspruch der Freien Demokraten zusammen.