29.07.2020 Bild VN, Innereien
Weil der Mensch den Wolf zurückbringt,
müssen Tiere unvorstellbare Qualen erleiden

Wir haben einen Film von Frankreich von Weideviehhaltern, der unvorstellbare Qualen von Weidetieren zeigt, die von Wölfen gerissen werden. Die Därme und Eingeweide hänge den Schafen heraus und die Wölfe töten mehr, als sie fressen. Man sieht noch lebende Tier, deren Innereien aus dem Bauch hängen, während sie noch stehen. Man sieht, wie die Wölfe reißen. Das ethische Problem ist aber nicht der Wolf.

Die Situation hat nicht die Natur, sondern der Mensch geschaffen

Das Problem ist, das Weidetiere nicht flüchten können, keine Chance habe dem Gemetzel zu entgehen. Und hier kommt die ethische Problematik: Diese Situation hat nicht die Natur, sondern der Mensch geschaffen. Nur, weil Politiker den Wolf zurückbringen, müssen Weidetiere unglaubliche Qualen erleiden. Würde dieser Film der breiten Masse zur besten Sendezeit gezeigt, wäre sofort Schluss mit dieser „Wolfspolitik“ und auch alle Naturschützer, die bislang für die Neuansiedlung des Wolfes sind, würden angesichts der Realität dieser Blut-Szenen ihre Meinung ändern.
Es ist eine Perversion und Dekadenz unserer Zeit, dass die brutale Realität, dessen, was angerichtet ist, den Massen nicht als Bild gezeigt werden darf, weil zu viel Grausamkeit im Bild und Film gesetzlich verboten sind, auch wenn sie der Wirklichkeit entsprechen. Es ist eine weiteres Zeichen der Dekadenz, angesichts der tatsächlichen Probleme unserer Zeit, Weide-Tiere solcher neuen, vermeidbaren Qualen auszusetzen.
Dazu aktuell schlagen nach Wolfsattacken in Nordhessen Schäfer Alarm. Eine sesshafte Wölfin soll mehr als 22 Tiere gerissen haben